Aktuelles

Caritas-Veranstaltung in Weinheim
Pflege für Körper und Seele am Gesundheitstag

Caritas veranstaltete zweiten Gesundheitstag für Wohnungslose und Bedürftige - Berufsschüler hatten eigens Friseursalon eingerichtet

Hector Stiftung sagt Armut in Weinheim den Kampf an

Waschen, Schneiden, Legen, Föhnen - und gegebenenfalls Rasieren: Angehende Friseure aus der Hans-Freudenberg-Schule verwöhnten und frisierten in den Räumen der Caritas 15 Kunden. Foto: K

Weinheim. (keke) "Von Kopf bis Fuß umsorgt, den Geist und die Seele nicht vergessen - und mittendrin: Ich." Unter diesem Motto veranstaltete der Caritasverband für den Rhein-Neckar-Kreis kürzlich den zweiten Gesundheitstag in der Tagesstätte für wohnungslose Menschen - als "Verwöhntag der besonderen Art". Ein ausgiebiges Frühstück legte die Grundlage für die Angebote, die einen Tag lang genutzt werden konnten.

So stand - gewissermaßen als zweite Etappe - ein Besuch beim Friseur auf dem Programm. Hier engagierten sich Auszubildende aus der Hans-Freudenberg-Schule, die in einem eigens eingerichteten Friseursalon völlig selbstständig das komplette Programm übernahmen.

"Haare waschen, Kopfmassage, Schneiden, Legen, Föhnen und Rasieren", zeigten sich die Lehrerinnen Lisa Heinrich, Tanja Wojcik und Nathalie Halter mit ihren acht Schützlingen zufrieden. "In einer Zeitspanne von zwei Stunden wurden 15 Kundinnen und Kunden verwöhnt und mit neuen Frisuren aufgehübscht", so das Fazit von Tanja Wojcik.

Für die Schüler aus dem ersten Ausbildungsjahr sei die Aktion eine wertvolle Erfahrung: "Sowohl auf emotionaler Ebene als auch für die persönliche und fachliche Weiterentwicklung." Nicht weniger ausgiebig nutzten rund 50 wohnungslose und bedürftige Menschen die Sprechstunden des Gesundheitsamts und der Aids-Hilfe Heidelberg. Wertvolle Unterstützung erfuhr die Caritas durch die von Martina Schildhauer ins Leben gerufene Stiftungsinitiative "alwine".

Diese sieht ihren Schwerpunkt im Bereich der Altersarmut, wobei in erster Linie zusätzliche Angebote für Frauen in den Fokus gerückt werden. Ein vor Ort hinzugezogener Frauenarzt stand den Fragenden mit Rat und Tat zur Seite. Schneller als gedacht war für viele die Mittagessenzeit gekommen, in deren Verlauf sich Diakon Günter Huth auch der seelischen Nahrung der Frauen und Männer widmete. "Für Gott ist jeder Mensch kostbar", so Huths intensive Betrachtung über die "Zeichen von Wertschätzung eines Menschen". Die Arbeit von Ex-In - einer Initiative für Menschen mit Psychiatrieerfahrung - stieß danach auf reges Interesse.

"Zeigt her eure Füße": Im zweiten Teil des Ganzkörper-Wellnessprogramms von Kopf bis Fuß war Volker Fritsch von der Firma "Physiotherapie und Gesundheitszentrum Koch" der richtige Adressat. Auch für Benjamin Weis von der Tagesstätte für wohnungslose Menschen stellen die Bekümmernisse und die seelische Gesundheit seiner Schützlinge einen wichtigen Aspekt dar: "Bei vielen Frauen und Männern, die zu uns hereinkommen, sind einfühlsame und wertschätzende Gespräche über deren persönliche Situation und die von ihnen zu verarbeitenden Erlebnisse das A und O", so Weis.

Marion Hördt gelang es im einfühlsamen Gespräch, den nach anfänglicher Scheu ihren seelischen Ballast abladenden Frauen und Männern "auf Augenhöhe" zu begegnen und auch hier Trost und Rat zu spenden. Als sich nach gut siebenstündigem vertrauensvollen Miteinander die Türen wieder schlossen und der zweite Gesundheitstag endete, zeigte sich auch Stefan Dugeorge vom Caritasverband beeindruckt.

Das Angebot sei nicht nur hervorragend angenommen worden, so Dugeorge. Man habe darüber hinaus gespürt, dass hier bereits viele Kontakte unter hilfsbereiten Menschen vorhanden sind und es "ein gutes Miteinander gibt". Einem dritten Gesundheitstag 2018 steht nichts entgegen.

Rhein-Neckar-Zeitung, 09.06.2017

 


 

Hector Stiftung sagt Armut in Weinheim den Kampf an
Projekte gegen Alters- und Kinderarmut profitieren drei Jahre lang von den Zuwendungen der Stiftung

Hector Stiftung sagt Armut in Weinheim den Kampf an

Vertreter der Sozialverbände und der Hector Stiftung mit den Vorständen Uwe Bleich und Ernst-Lothar Keiper (2. und 3. v. l.) wollen einkommensschwachen Menschen gezielt unter die Arme greifen. F.: Kreutzer

Von Günther Grosch

Weinheim. Ob in der Medizin- und Hochbegabtenforschung, bei der Förderung von Wissenschaft, Kunst und Kultur oder in Sachen Bildung und Erziehung: Seit mehr als zwei Jahrzehnten kümmert sich die Josephine und Hans-Werner Hector Stiftung um gesellschaftliche Themen. Dabei wird auch der soziale Bereich nicht ausgeklammert: Daher profitieren jetzt mehrere Einrichtungen in der Zweiburgenstadt von den Zuwendungen.

Gemeinsam mit Bärbel Morsch vom Diakonischen Werk, Alexandra Riester und Susanne Rohfleisch vom Caritasverband Rhein-Neckar sowie Ladenleiter Nazih Bazzi vom Sozialkaufhaus "Lichtblick" informierten die Stiftungsvorstände Ernst-Lothar Keiper und Uwe Bleich kürzlich über aktuelle Projekte, die sich auf das Feld der Kinder- und Altersarmut konzentrieren.

Im Tafelladen gibt es einen "Seniorennachmittag"

In der Bundesrepublik leben Millionen Menschen in "Einkommensarmut" oder sind unmittelbar von ihr bedroht. Das heißt, dass ihr Einkommen (zu) weit nach unten vom Mittelwert abweicht. Arbeitslose, Geringverdiener, Alleinerziehende und Rentner sind oft am unteren Ende der Skala zu finden. Dabei weisen sie sehr unterschiedliche Biografien auf. Kurz: "Armut hat viele Gesichter", so die Vorstände der Hector Stiftung.

Aus diesem Grund will die Stiftung ihr finanzielles Engagement in den kommenden Jahren auf die Bereiche "Kinderförderfonds" und "Seniorenfonds Neckar Bergstraße", den "Weinheimer Mittagstisch" sowie den Tafelladen (früher: "Appel & Ei") ausweiten: "Wir wollen eine feste Grundlage für die Fortsetzung dieser Arbeit garantieren."

Für Keiper und Bleich außerdem wichtig: Die Stiftung springt nicht als einmalige oder kurzfristige "Spenden-Feuerwehr" ein, sondern verschafft den Verantwortlichen wie den Betroffenen zunächst über drei Jahre hinweg Unterstützung - und damit ein gewisses Maß an "Sicherheit und Erleichterung".

Noch relativ jung ist der 2014 gegründete Seniorenfonds. In den Sozialberatungsstunden habe man gemerkt, dass der Bedarf an Unterstützung in der Hauptsache von älteren Menschen steil nach oben geht, so Riester: "Das Thema wird immer präsenter."

Waren es anfänglich 5000 Euro, so wurden zuletzt bis zu 12.000 Euro für rund 60 Hilfesuchende ausgegeben. Die dabei noch immer zu überwindende Hürde: "Es gilt eine noch weitaus höhere Anzahl an Bedürftigen zu ermutigen, Hilfe anzunehmen." Man müsse ihnen klarmachen, dass sie sich ihrer finanziellen Notlage wegen nicht schämen müssen.

Altersarmut und eine damit einhergehende Vereinsamung ist bei Frauen wie Männern zu beobachten. Schon die Reparatur einer Waschmaschine, die dringend benötigte Brille, das Hörgerät oder der Zahnersatz können das monatlich zur Verfügung stehende Budget sprengen, nannte Rohfleisch Beispiele. Von der "aktiven sozialen Teilhabe" am kulturellen Leben wie einem Theater- und Kinobesuch oder der Möglichkeit, sich eine "Karte ab 60" für den öffentlichen Nahverkehr zu leisten, ganz zu schweigen. Erster Erfolg der Hector-Initiative: Die Kulturgemeinde Weinheim verfügt ab sofort über ein spezielles Kartenkontingent zur freien Disposition, das dem genannten Personenkreis den unentgeltlichen Besuch von Theatervorstellungen ermöglicht.

Über einen Kühltransporter, der aus hygienerechtlichen Gründen für den Transport von Lebensmitteln ohne Unterbrechung der Kühlkette vorgeschrieben ist, freute sich Nazih Bazzi. Auch er wusste mit bedenkenswerten Zahlen aufzuwarten: "Rund 40 Prozent unserer Kundschaft kommt aus dem Kreis älterer Menschen." Durchschnittlich 140 Frauen und Männer aus einem "Berechtigungspool" von etwa 3000 Menschen, der von Laudenbach bis Dossenheim und Ilvesheim reicht, nehmen täglich das Angebot des Tafelladens in Anspruch. Jeweils mittwochs ist der Nachmittag ausschließlich Senioren vorbehalten: "Damit diese in Ruhe einkaufen können, ohne dass gedrängelt oder geschubst wird."

Kindern schon früh eine Teilhabe an Bildung und Gesellschaft zu ermöglichen und damit zu verhindern, dass sie von schulischen und sportlichen Aktivitäten ausgeschlossen werden und daraus eine soziale Diskriminierung erwächst, nennt Morsch als Ziel des vor zehn Jahren gegründeten Kinderförderfonds.

Sich ausschließlich aus Spenden finanzierend, sind jährlich zwischen 40.000 und 45.000 Euro notwendig, um bis zu 520 Kinder aus einkommensschwachen Familien zu unterstützen. Dank der finanziellen Zuwendungen können sie Schwimmkurse besuchen, Mitglied im Sportverein werden oder an Ausflügen und Schullandheimfahrten teilnehmen.

Morsch: "Dass die Hector Stiftung ab sofort sowohl den Kinderförderfonds als auch den Seniorenfonds nachhaltig unterstützt, stellt einen wichtigen Impuls für unsere Arbeit dar und zugleich ein Zeichen der Wertschätzung, auf das wir alle sehr stolz sind." Last, but not least darf sich auch der Weinheimer Mittagstisch der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in den nächsten drei Jahren über ein finanzielles Zubrot freuen.

Fi Info: Nähere Infos zum Kinderförderfonds und Seniorenfonds beim Caritasverband, Paulstraße 2, Telefon 06201/ 9 94 60, sowie beim Diakonischen Werk, Hauptstraße 2, Telefon 06201/ 9 02 90.

Rhein-Neckar-Zeitung, 22.02.2017

 


 

„Für Menschen, die ohne Heimat sind“
Weinheim/Mannheim, 14.12.2016

Für Menschen, die ohne Heimat sind

Sparkassen-Vorstand Helmut Augustin (rechts) und der Leiter der Immobiliengesellschaft, Rolf Schmitt (links), überreichten jeweils 3000 Euro an (von links) Dr. Roman Nitsch und Stefanie Paul vom Caritasverband Mannheim sowie Benjamin Weis von der Wohnungslosenhilfe und Geschäftsführerin Susanne Rohfleisch vom Caritasverband für den Rhein-Neckar-Kreis. Bild: Sparkasse

Weinheim/Mannheim. Genau ein Vierteljahrhundert gibt es die Immobiliengesellschaft der Sparkasse Rhein Neckar Nord. Unter dem Motto „Wir feiern und spenden“ sammelten die Immobilienprofis im ersten Halbjahr insgesamt 12 500 Euro für einen guten Zweck, indem bei jedem erhaltenen Verkaufsauftrag 250 Euro an die Sparkassenstiftung gespendet wurden. Die dort angelegte „Sammelbüchse“ wurde nun geleert. Die Caritasverbände von Mannheim und dem Rhein-Neckar-Kreis erhielten aus den Händen des stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Stiftung der Sparkasse Rhein Neckar Nord, Helmut Augustin, jeweils 3000 Euro für ihre Einrichtungen zur Wohnungslosenhilfe.

Das geht aus einer Pressemitteilung der Sparkassen-Stiftung hervor. Außerdem gehen 4000 Euro an die Caritas in Ludwigshafen und 2500 Euro an das Mannheimer Haus Bethanien, einer Einrichtung für Frauen und Männer, die aus unterschiedlichen Gründen nicht selbstständig wohnen können.

Der unerwartete Geldeingang sorgte bei der Caritas für viel Freude, wie die Vertreter der Verbände bei der Übergabe des Spendenschecks in der Mannheimer Tagesstätte für Wohnungslose wissen ließen. Die Geschäftsführerin des Caritasverbandes für den Rhein Neckar Kreis, Susanne Rohfleisch, bedankte sich für die Spende: „Gerade in schwierigen Zeiten, in denen auch der Wohnungsmarkt in unserer Region hart umkämpft ist, eröffnen sich damit für unsere Weinheimer Tagesstätte neue Möglichkeiten zur Unterstützung der Menschen, die derzeit ohne Heimat sind.“ Die Tagesstätte der Caritas in Weinheim werde täglich von bis zu 25 Menschen besucht.

„Schicksalsschläge können das Leben von heute auf morgen total verändern. Es kann jeden treffen, aber nicht jeder steckt das gleich gut weg. Wer dann seinen Arbeitsplatz und auch noch die Wohnung verliert, steht nach kurzer Zeit mitten im sozialen Abseits“, machte Helmut Augustin bewusst, wie schnell man auf die Hilfe von anderen angewiesen sein kann.

Angesichts weltweiter Katastrophen werde oft übersehen, dass es auch vor der eigenen Haustür Menschen in Not gibt. Und weil die Mitarbeiter der Immobiliengesellschaft viel in der Kurpfalz unterwegs seien, hätten sie diese Not erkannt und darauf mit ihrer Spendenaktion reagiert. „Auf die Jubiläumsfeier zu verzichten und stattdessen Geld für Wohnungslose zu sammeln, war eine tolle Idee“, lobte Augustin das Team der Immobilenprofis.

Weinheimer Nachrichten , 14.12.2016

 


 

Flotte Melodien gehen sofort ins Herz
Caritas-Altenzentrum: Maria Himmelfahrt mit Gottesdienst und geselligem Miteinander gefeiert / Patrozinium mit einer Kräuterweihe am Morgen eröffnet

Flotte Melodien gehen sofort ins Herz

Für Unterhaltung sorgte das Duo der Crazycrocodiles, Thomas Förderer und Hannes Nägele, mit Hits der 60er bis 80er Jahre. © Lenhardt

Plankstadt. Getreu dem Motto "Mit Menschen für Menschen" beging das Caritas-Altenzentrum Sancta Maria auch in diesem Jahr sein Patrozinium mit einem großen Fest. Los ging es schon am Vormittag, um 10.30 Uhr, wo während eines Gottesdienstes in der Hauskapelle Pfarrer Friedbert Böser, Pater Thomas Palakudiyil und Aufsichtsratsvorsitzender Bernhard Carl als Konzelebranten am Altar standen. Ins Zentrum der Betrachtungen stellten sie die Rolle Marias als Fürsprecherin Christi und Vertrauensperson der Gläubigen. Nach der Eucharistie wurde auch die Rosen- und Kräuterweihe vorgenommen.

Am Nachmittag dann durften Heimleiterin Martha Trautwein und Pflegedienstleiterin Daniela Habenberger die Seniorinnen und Senioren des Heims im festlich geschmückten Foyer begrüßen. Gemeinsam mit den Mitarbeitern der betreuten Wohnanlage, den Angehörigen, Freunden und Gästen begingen sie das Fest Maria Himmelfahrt.

Abwechslungsreiches Programm

Die Heimleitung und ihre Mitstreiterinnen hatten einen abwechslungsreichen Ablauf vorbereitet, der bis zum Abend Kurzweil und beste Unterhaltung garantierte. "Wir freuen uns sehr", so Trautwein und Habenberger in ihrer Begrüßungsansprache, "dass Sie, liebe Bewohnerinnen und Bewohner, so zahlreich erschienen sind, um heute gemeinsam mit uns und Ihren Angehörigen dieses Fest zu feiern." Sie wünschten allen anregende Stunden bei wunderschönem Sommerwetter.

Und für Renate Klein, die gerade an diesem besonderen Tag 83 Jahre alt wurde, stimmten alle ein Geburtstagsständchen an: "Viel Glück und viel Segen / auf all deinen Wegen, / Gesundheit und Frohsinn / sei auch mit dabei." Grund zu Frohsinn gab es auch sonst genug an diesem Tag der Aufnahme Marias in den Himmel. "Die Bewohner haben sich schon lange auf dieses Fest gefreut", berichtete Martha Trautwein gegenüber unserer Zeitung, "und wir versuchen, den Tag für sie so zu gestalten, dass er ihnen noch lange in Erinnerung bleibt."

Zu einem schönen Fest gehört natürlich auch Musik. Für beste Unterhaltung sorgte zunächst das Duo Hannes Nägele und Thomas Förderer von der Heidelberger Band "Crazycrocodiles", die fast jedes Jahr den Heimbewohnern einheizt. "Wir kommen gerne zu den Senioren, um hier Musik zu machen", sagte Thomas Förderer im Gespräch mit unserer Zeitung, "denn Musik ist unsere Leidenschaft. Die Mitglieder der Band haben sich extra für diesen Tag Urlaub genommen."

Viel Wert legt die Band auf Gesang, so Förderer, "denn mit der Stimme und einem Instrument wie Gitarre, Mundharmonika oder Keyboard kann man innerhalb von wenigen Minuten eine tolle Stimmung zaubern". Die beiden verstanden es somit bestens, ihr Publikum mit Songs aus den 60er bis 80er Jahren in Erinnerung schwelgen zu lassen.

Zu Kaffee und Kuchen passte wunderbar Udo Jürgens Hit "Aber bitte mit Sahne", jedoch auch andere bekannte Lieder wie "Ehrenwertes Haus", "Hello, Mary Lou", "Marina" oder "Rote Lippen" mit Thomas Förderer am Keyboard und Hugo Nägele an der Gitarre versetzten so manchen Anwesenden in seine Jugendjahre zurück. Dazwischen gab es immer wieder Mitsing- und Schunkelrunden, zu denen man die muntere Gästeschar nicht zweimal einladen musste. Mittendrin, auf der Tanzfläche, drehte sich so manche Seniorin oder Senior, auch in Rollis, in geselliger Runde.

Während das Küchenteam Bewohner, deren Angehörige und Freunde mit erfrischenden Getränken, Kaffee und Kuchen sowie Leckereien vom Grill beköstigte, kamen die anderen Mitglieder der Hobbyband "Crazycrocodile" hinzu, gaben Oldies, Balladen und Countrymusik bis in den Abend hinein zum Besten.

Das Fazit der Heimbewohner und Gäste war am Ende eindeutig: "Richtig schön war's."

Schwetzinger Zeitung, 17.08.2016

 


 

Mit Kompetenz und Beratung
Caritas-Altenzentrum: Erweiterung des Forums für pflegende Angehörige / CAZ gehört nun dem Netzwerk an / Mitglieder stehen Interessenten mit Rat und Tat zur Seite

Mit Kompetenz und Beratung

Betreuerin Simone Herold (von links) präsentiert VHS-Chefin Gundula Sprenger, CAZ-Bewohner Willi Zöbeley, Heimleiterin Martha Trautwein und Bernhard Martin vom Caritasverband ein Bingospiel, das im Heim sehr gut ankommt. © Lenhardt

Plankstadt. Das Caritas Altenzentrum ist dem Forum für pflegende Angehörige als Mitglied beigetreten. Warum das wichtig ist, begründeten die Verantwortlichen am Montagvormittag bei einer Pressekonferenz. Gundula Sprenger, Leiterin der Volkshochschule, Bernhard Martin, Geschäftsführer des Caritasverbandes Rhein-Neckar-Kreis, und Martha Trautwein, Leiterin des Altenzentrums, stellten den Vertretern der Presse das Forum, die Einrichtung sowie deren Träger ausführlich vor, während Altenbetreuerin Simone Herold die Kreativangebote präsentierte, die den Bewohnern den Alltag bereichern. Heimbewohner Willi Zöbeley, der vor kurzem seinen 95. Geburtstag feierte, erzählte abschließend, warum für ihn nur das Caritas Altenzentrum als neues Zuhause infrage kam und warum er sich hier wohlfühle.

Den Anwesenden wurde sehr schnell klar, dass sich in der Altenpflege während der vergangenen Jahre unwahrscheinlich viel getan hat. Eine bedeutende Rolle spielte dabei die Vernetzung in einem Forum, das Betroffenen mit seinen vielfältigen Angeboten wertvolle Hilfe bietet.

"Da wir eine Geschäftsstelle in Schwetzingen haben", sagte Bernhard Martin vom Caritasverband Rhein-Neckar-Kreis, der auch Träger der Einrichtung ist, "sind wir schon länger dem Forum assoziiert, eine richtige Zusammenarbeit kann sich jedoch ergeben, wenn das Altenzentrum Mitglied im Forum wird."

Zehnjähriges wird gefeiert

"Im Oktober feiern wir das zehnjährige Jubiläum des Forums", informierte Gundula Sprenger. Es wurde mit dem Ziel gegründet, Betroffenen aktive Unterstützung zu bieten. Das Angebot umfasst Vorträge, Filmabende zum Weltalzheimertag, Gesprächskreise, bei denen die Pflegenden sich austauschen können, sowie zahlreiche weitere Angebote der Kooperationspartner.

"Damals", so die Leiterin der Volkshochschule, "gab es noch kein Netzwerk für pflegende Angehörige. Man muss sich einfach bewusst machen, was sich in den letzten zehn Jahren an Beratungskompetenzen und Unterstützung entwickelt hat sowohl für die Pflegebedürftigen als auch für deren Angehörige."

In der Anfangszeit sei der Fokus mehr auf die Menschen gerichtet gewesen, die krank wurden und einer Pflege bedurften. "Es wurden bedrohliche Zahlen genannt, wie viele Menschen gepflegt werden müssen und dass die Gesellschaft dies gar nicht in den Griff bekommt. Dies war genau der Zeitpunkt, wo das Forum geboren wurde, wo alle, die damit zu tun hatten, zusammengeführt wurden", so Sprenger.

Heute bietet es ein umfassendes Kompetenz- und Beratungsnetzwerk an, da es Mitglieder, darunter das Diakonische Werk, die Kirchliche Sozialstation, die Nachbarschaftshilfe, das Generationenbüro der Stadt Schwetzingen, die Hospizgemeinschaft, das GRN Seniorenzentrum, die Volkshochschule Bezirk Schwetzingen sowie der Pflegestützpunkt Rhein-Neckar-Kreis, mit einschließt. Dass nun das Caritas-Altenzentrum als moderne, stationäre Pflegeeinrichtung hinzukommt, ist sehr zu begrüßen. "Denn", so Sprenger, "mit dem Altenzentrum ist nun eine Institution dabei, die direkt Alte pflegt und viel Erfahrung hat."

Martha Trautwein, die Heimleiterin, stellte kurz das Altenzentrum vor, das 98 Pflegeplätze für Menschen, die Hilfe und Unterstützung in der Lebensphase des Alterns benötigen, anbietet. "Ich finde es wichtig", betonte Trautwein, "dass sich die Bewohner bei uns wohlfühlen, das Heim ihnen das Gefühl von Geborgenheit vermittelt. Wir haben schon immer sehr viel Wert auf die Beschäftigung gelegt, noch bevor der Paragraf 87b, der zusätzliche Betreuung und Aktivierung durch Betreuungskräfte vorsieht, gesetzlich verankert wurde."

In der Öffentlichkeit oft verkannt

Altenpflege, so Trautwein, ist ein wunderschöner Beruf, der in der Öffentlichkeit oft verkannt wird. Und Betreuerin Simone Herold demonstrierte dies auch anschließend, wie mit Engagement und Einfühlungsvermögen das Wohlbefinden der Senioren, ihre geistigen und motorischen Fähigkeiten gefördert werden kann. Dafür setzt sie unter anderem Spiele ein wie Bingo, Märchenrunde, Dalli-Klick, Handwerkskasten für Männer oder die "Snoezel-Station", "die natürlich individuell, auf Biografie oder geistige Befindlichkeit abgestimmt sind", wie engagierte Fachkraft hervorhebt.

Den Schritt, das bisherige Zuhause aufgegeben zu haben und seinen Lebensabend im Caritas Altenzentrum zu verbringen, hat Willi Zöbeley nicht bereut, das wurde aus seiner Präsentation, mit der die Pressekonferenz endete, deutlich.

Einmal im Monat findet von 19 bis 20.30 Uhr in den Räumen des Diakonischen Werkes, Hildastraße 4a, in Schwetzingen ein kostenloser Treff für pflegende Angehörige statt.

Schwetzinger Zeitung, 11.08.2016

 


 

Brühler dm-Markt öffnet nach Renovierung mit großer Spendenaktion wieder. Insgesamt 1.600 Euro zugunsten des Caritasverbands für den Rhein-Neckar-Kreis e. V.

Brühler dm-Markt öffnet nach Renovierung mit großer Spendenaktion wieder

Brühl/Karlsruhe, 9. August 2016. Eine Spende in Höhe von 1.600 Euro – das ist das Ergebnis der
Kassieraktion im wiedereröffneten Brühler dm-Markt. Zugunsten des Caritasverbands für den
Rhein-Neckar-Kreis übernahm Geschäftsführerin Susanne Rohfleisch gestern die Regie an einer
der dm-Kassen: Eine Stunde lang zog sie die Einkäufe der dm-Kunden über den Scanner, gab
Wechselgeld heraus und verrechnete Payback Punkte. Das dm-Team stockte den eingenommenen
Betrag spontan auf 1.600 Euro auf und übergab der fleißigen „Kassiererin auf Zeit“
im Anschluss einen symbolischen Spendenscheck. „Wir freuen uns sehr über das Engagement
der dm-Mitarbeiter und die tatkräftige Unterstützung der Brühler“, sagt Susanne Rohfleisch
während der Spendenübergabe im dm-Markt in der Mannheimer Landstraße. „Bei der Kassierstunde
ist eine schöne Summe zusammengekommen, mit der wir unsere neue Tagesstätte für
Menschen mit psychischer Erkrankung ausstatten werden.“

Zehn Prozent Willkommens-Rabatt und Wellness-Gutschein zu gewinnen

Anlässlich der Wiedereröffnung erhalten Kunden noch bis einschließlich Samstag, 13. August
2016, zehn Prozent Willkommens-Rabatt auf ihre Einkäufe. Beim Eröffnungsgewinnspiel haben
sie darüber hinaus die Chance auf einen Wellness-Gutschein in Höhe von 250 Euro. Die
Teilnahmekarten liegen im dm-Markt in der Mannheimer Landstraße aus und können dort bis
einschließlich Samstag, 20. August 2016, ausgefüllt und in die Glücksbox eingeworfen werden.

Zu dm-drogerie markt

Sich in der Gesellschaft einzubringen und diese positiv mitzugestalten, gehört zum Selbstverständnis
von dm-drogerie markt. Für seine nachhaltigen sozialen Engagements erhielt das
Unternehmen den Deutschen Nachhaltigkeitspreis und den Deutschen Kulturförderpreis. Mit der
Initiative „HelferHerzen – Der dm-Preis für Engagement“ will dm ehrenamtliches Engagement
würdigen und stärken. Gemeinsam mit dem Naturschutzbund Deutschland e. V., dem Deutschen
Kinderschutzbund Bundesverband e. V. und der Deutschen UNESCO-Kommission e. V. soll das
Vorbild engagierter Menschen ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Fast 10.000
Bürgerinnen, Bürger und Organisationen sind im Frühjahr der Aufforderung zur Teilnahme
gefolgt. Bei dm-drogerie markt arbeiten europaweit 55.000 Menschen in rund 3.300 Märkten, in
Deutschland sind es 38.500 Mitarbeiter. In Deutschlands größter Mitarbeiterbefragung wurde dm
branchenübergreifend zum besten Arbeitgeber Deutschlands 2016 gewählt. Beim jährlichen
„Kundenmonitor“ wurde dm erneut als beliebtester Drogeriemarkt Deutschlands ausgezeichnet.

dm-Pressebericht, 08.08.2016

 


 

Eine gelungene Überraschung
Zwei Spenden an den Seniorenfonds übergeben

Eine gelungene Überraschung

Ein Tag zur Freude: Spenden für den Seniorenfonds. (v.l.): Bürgermeister Jürgen Kirchner, Heike Pressler, Evelyn Nakoinz, Andreas Spieß und Alexandra Riester.

(bn) „Da bin ich jetzt völlig überrascht“, war die Reaktion von Alexandra Riester, Vertreterin des Seniorenfonds Neckar Bergstraße, als sie am vergangenen Donnerstag im Hemsbacher Rathaus zwei Schecks auf dem Tisch liegen sah. Auch für Jürgen Kirchner, Bürgermeister und zugleich Schirmherr des Fonds ist es ein guter Tag, wenn der Seniorenfond Unterstützung erfährt.

Ein Scheck in Höhe von 250 Euro trug die Unterschrift des Bürgermeisters, der den Erlös des Kinderflohmarktes zur Ver fügung stellte. Wie bekannt, wurde das diesjährige Bachgassenfest abgesagt. Damit wäre auch der bei den Kindern und Jugendlichen so beliebte Aufbau von Verkaufstischen mit all
den Dingen, die im Kinderzimmer keinen Platz mehr haben, eigentlich ausgefallen.

Ersatz organisiert
Kurz entschlossen organisierten Heike Pressler und Andreas Spieß von der Stadtverwaltung einen „Ersatz“ für Kinder, Schüler und Jugendliche auf dem Rathausplatz. Wie beim Bachgassenfest wurde eine Standge bühr erhoben und so kam ein Betrag zusammen, der vom Bürgermeister privat „aufgerundet“ wurde. Mit dieser Spende an den Seniorenfonds möchte der Bürgermeister eine „Brücke schlagen von Jung nach Alt – Generationen verbinden.“

Runder Geburtstag
Einen Scheck über 1.000 Euro überreichte Evelyn Nakoinz dem Fonds, der von Diakonie und Caritas gemeinsam verwaltet wird. Anlässlich ihres siebten „runden Geburtstages“ bat sie ihre Gäste an Stelle eines per sönlichen Geschenkes um einen Geldbetrag. Für Evelyn Nakoinz stand fest, dass sie dieses Geld dem Seniorenfonds überlassen wird. „Mir geht es gut und ich freue mich, wenn ich anderen, die Unterstützung benötigen, helfen kann“, erklärte die Jubilarin.

Ohne Verwaltungsgebühr
Ihr sei außerdem bekannt, dass dieses Geld ohne jegliche Verwaltungsgebühr den Bedürftigen zugute kommt, und so fiel es ihr leicht, das Geschenk auf diesen Betrag aufzustocken. Es sind Bedürftige, wie die Spenderin Evelyn Nakoinz aus eigener Erfahrung weiß, die sich nicht an die Öffentlichkeit wagen, weil sie sich schämen.
Diese Erfahrung konnte Alexandra Riester nur bestätigen und kam dabei auf noch kaum noch zu bezahlbaren Wohnraum zu sprechen. Diese Situation verschärft sich zunehmend.
Zu anderen Beispielen aus der Alltagsarbeit gehören im Prinzip Dinge des täglichen Lebens, wie beispielsweise sich nicht die erforderlichen Medikamente kaufen zu können, der Kauf einer Fahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr ist geradezu unerschwinglich oder eine einfache Ersatzbeschaffung für den
Haushalt nicht bezahlbar. „Wir sind nicht die Lösung aller Dinge, wir wollen aber eine Hilfe sein“ bietet Riester an und lädt Betroffene zum Gespräch ein – selbstverständlich anonym und vertraulich.

Große Hilfe
Für die Arbeit des Seniorenfonds Neckar Bergstraße sind diese Spenden eine große Hilfe. Alexandra Riester, Vertreterin des Fonds, zeigte sich dankbar für diese Beträge, denn von Spenden lebt die Interessenvertretung für ältere, alte und bedürftige Menschen.
Das Geld wird, so die Ziele des Projektes, zur Unterstützung der Menschen eingesetzt, die ohne diese Hilfe noch schlechter überleben können. Alexandra Riester brachte die Aufgabe des Seniorenfonds auf den Punkt: „Wir wollen helfen, den Menschen im Alter das Leben zu erleichtern.“

Hemsbacher Woche, 5. August 2016, Nr. 31

 


 

Gefangen von der Situation?
Vernissage: Kinder, Jugendliche und Erwachsene demonstrieren in der Volkshochschule mit Kunst, wie sie ihr Leid verarbeiten

Gefangen von der Situation?

Oberbürgermeister Dr. René Pöltl, Christine Mohler vom Sinsheimer Bürgerkreis, die Künstlerin Annja K., die Kinderbeauftragte Heidi Flassak, VHS-Leiterin Gundula Sprenger und Susanne Rohfleisch vom Caritasverband (von links) eröffneten die Vernissage "Schlage die Trommel und fürchte dich nicht".

Schlechte Erfahrungen aus der Kindheit trage man als Päckchen mit sich - ein Leben lang, gab Christine Mohler vom Bürgerkreis Sinsheim am Sonntagvormittag während der Vernissage in der Volkshochschule zu bedenken. Und sie führte aus, dass Kinder die seelische Erkrankung ihrer Eltern überlebten, aber lebten sie wirklich? Und wie stehe es mit der Angst, selbst an dieser unsichtbaren psychischen Störung zu erkranken? Sich kreativ auszudrücken könne überaus hilfreich sein, sich zu stützen und zu schützen. Deshalb freute sich die VHS-Leiterin Gundula Sprenger sehr über diese Ausstellung, die den Titel trägt "Schlage die Trommel und fürchte dich nicht" und in welcher auf überzeugende Weise Kinder, Jugendliche und Erwachsene demonstrieren, wie ihnen der malerische Prozess geholfen hat, das seelische Leiden ihrer Eltern und damit ihr eigenes Leid zu verarbeiten.

OB Dr. Pöltl betont Sensibilität

Auch Oberbürgermeister Dr. René Pöltl, Schirmherr dieser Ausstellung, findet es wichtig, das Thema psychischer Erkrankungen aus diesem Blickwinkel zu betrachten. OB Pöltl: "Generell hat sich die Sensibilität gegenüber psychischen Erkrankungen erhöht, was ich sehr gut und wichtig finde. Leider wird das Thema immer noch nicht ernst genommen, ignoriert oder bagatellisiert, obwohl gleichzeitig die Zahl der Erkrankungen eher zunimmt. Wichtig finde ich auch, dass der Blick nicht mehr nur auf die Patienten, sondern auch auf ihre Angehörigen geht, und hier mit der Ausstellung insbesondere auf die Kinder betroffener Eltern. Mit dieser Ausstellung wird sehr eindrucksvoll deutlich gemacht, wie es Kindern ergeht, deren Eltern psychisch erkrankt sind. Sie bedürfen selbst einer starken Unterstützung und eines großen Verständnisses durch ihr Umfeld, das heißt durch Familie, Freunde oder auch Schule."

Schwarz-Weiß weicht Farben

Schwere und Tragik

Von Schwere und Tragik sind die meisten Bilder der betroffenen Kinder gekennzeichnet.

Von Schwere und Tragik sind die meisten Bilder gekennzeichnet. Vor allem die Künstlerin Sylvia Kreutz hat zum Gelingen dieser Ausstellung mit ihren Werken beigetragen. Ein trauriges Kindergesicht hinter dem Fenster blickt da etwa dem Betrachter entgegen. Ist es eingesperrt, gefangen von der Gesamtsituation daheim? Hilflos scheint in einem weiteren Bild das Baby auf dem Boden zu liegen. Die Farbe Gelb wirkt aggressiv, der Schatten macht die große Belastung der kindlichen Seele deutlich. "Ich habe Jahre gebraucht, mir gewahr zu werden, ohne mein Blut sehen zu müssen", ist da unterhalb des Bildes zu lesen. Weshalb wurde die Mutter so unvermittelt böse? Weshalb wurde sie als Kind oft tagelang alleine gelassen, fragt sich die Künstlerin Sylvia Kreutz. Aber auch ihr hat das Malen geholfen, die Schwarz-Weiß-Kontraste weichen in späteren Arbeiten immer mehr der Farbe. Und so ist auch Farbenkraft und damit sicher Hoffnung in den Bildern anderer Künstler, nicht zuletzt in den Beiträgen der Jugendlichen zu erkennen.

Satee Kooma sorgt für Musik

Musikalisch umrahmt, temperament- und somit gleichermaßen hoffnungsvoll, wurde die Vernissage von der Trommelgruppe Satee Kooma aus Altlußheim.

Die Sätze der Künstlerin Annja K. beeindruckten ebenfalls. Das Schreiben habe ihr ebenso geholfen wie die Malerei. Früher habe sie sich oft gefragt, ob es ihrer Mutter gar bessergehen würde, gäbe es sie selbst nicht. Seine Biografie könne man nicht ändern, die Bande zu den seelisch erkrankten Eltern bestünde weiterhin.

In der Ausstellung "Schlage die Trommel und fürchte dich nicht", die noch bis Donnerstag, 29. Oktober geht, lässt sich erahnen, dass die künstlerische Arbeit Heilungsprozesse vorantreibt und sie bildet ebenfalls eine geeignete Plattform, für die Situation von Kindern psychisch erkrankter Eltern zu sensibilisieren.

Schwetzinger Zeitung, Dienstag, 22.09.2015

 


 

Schlage die Trommel und fürchte dich nicht ...
(km). ... so heißt die Ausstellung, in welcher auf überzeugende Weise Kinder, Jugendliche und Erwachsene demonstrieren, wie ihnen der malerische Prozess geholfen hat, das seelische Leiden ihrer Eltern und damit ihr eigenes Leid zu verarbeiten.

Gefangen von der Situation?

Von links: Oberbürgermeister Dr. René Pöltl, Christine Mohler vom Sinsheimer Bürgerkreis, die Künstlerin Annja K., die Kinderbeauftragte Heidi Flassak, VHS-Leiterin Gundula Sprenger und Susanne Rohfleisch vom Caritasverband

Schlechte Erfahrungen aus der Kindheit trage man als Päckchen mit sich, ein Leben lang, gab Christine Mohler vom Bürgerkreis Sinsheim am Sonntagvormittag im Rahmen der Vernissage in der VHS zu bedenken. Sich kreativ auszudrücken könne überaus hilfreich sein, sich zu stützen und zu schützen.
Deshalb freute sich VHS-Leiterin Gundula Sprenger sehr über diese Ausstellung.

Auch Oberbürgermeister Dr. René Pöltl als Schirmherr dieser Ausstellung findet es wichtig, das Thema psychischer Erkrankungen aus diesem Blickwinkel zu betrachten: „Generell hat sich die Sensibilität gegen über psychischen Erkrankungen erhöht, was ich sehr gut und wichtig finde. Leider wird das Thema immer noch nicht ernst genommen, ignoriert oder bagatellisiert, obwohl gleichzeitig die Zahl der Erkrankungen eher zunimmt. Wichtig finde ich auch, dass der Blick nicht mehr nur auf die Patienten, sondern auch auf ihre Angehörigen geht, und hier mit der Ausstellung insbesondere auf die Kinder betroffener Eltern. Sie bedürfen selbst einer starken Unterstützung und eines großen Verständnisses durch ihr Umfeld, das heißt durch Familie, Freunde oder auch Schule.“

Bilder der betroffenen Kinder

Von Schwere und Tragik sind die meisten Bilder der betroffenen Kinder gekennzeichnet. Fotos: km

Von Schwere und Tragik sind die meisten Bilder gekennzeichnet. Vor allem die Künstlerin Sylvia Kreutz hat mit ihren Werken zum Gelingen dieser Ausstellung beigetragen. Ein trauriges Kindergesicht hinter dem Fenster blickt da etwa dem Betrachter entgegen. Ist es eingesperrt, gefangen von der Gesamtsituation daheim? Hilflos scheint in einem weiteren Bild das Baby auf dem Boden zu liegen. Die Farbe Gelb wirkt aggressiv, der Schatten macht die große Belastung der kindlichen Seele deutlich. Weshalb wurde die Mutter so unvermittelt böse? Weshalb wurde sie als Kind oft tagelang alleine gelassen, fragt sich die Künstlerin. Aber auch ihr hat das Malen geholfen, die Schwarz-weiß-Kontraste weichen in späteren Arbeiten immer mehr der Farbe. Und so ist auch Farbenkraft und damit sicher Hoffnung in den Bildern anderer Künstler, nicht zuletzt in den Beiträgen der Jugendlichen zu erkennen.

Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von der Trommelgruppe Satee Kooma. Die Sätze der Künstlerin Annja K. beeindruckten ebenfalls. Das Schreiben habe ihr ebenso geholfen wie die Malerei. Früher habe sie sich oft gefragt, ob es ihrer Mutter gar besser gehen würde, gäbe es sie selbst nicht. Seine Biografie könne man nicht ändern, die Bande zu den seelisch erkrankten Eltern bestünden weiterhin. In der Ausstellung „Schlage die Trommel und fürchte dich nicht“ lässt sich erahnen, dass die künstlerische Arbeit Heilungsprozesse vorantreibt und sie bildet ebenfalls eine geeignete Plattform, für die Situation von Kindern psychisch Erkrankter zu sensibilisieren.

Schwetzinger Woche KW 39 (22.09.2015)

 


 

Wanderausstellung mit Rahmenprogramm
„Schlage die Trommel und fürchte dich nicht“

Einblicke in das Leben von Kindern psychisch kranker Eltern
vom 20. September bis 29. Oktober 2015 in der Volkshochschule Bezirk Schwetzingen

Flyer zum Download

Flyer zum Download (PDF, 525 kB)

Einblicke in das Leben von Kindern psychisch kranker Eltern
vom 20. September bis 29. Oktober 2015 in der Volkshochschule Bezirk Schwetzingen

Mit der Lebenssituation von Kindern seelisch belasteter und psychisch kranker Eltern befasst sich die Ausstellung „Schlage die Trommel und fürchte dich nicht“, die vom 20. September bis 29. Oktober 2015 in der Volkshochschule Bezirk Schwetzingen (Mannheimer Straße 29, 68723 Schwetzingen) zu sehen ist. Mit der Wanderausstellung, die bereits in Hockenheim (2011), Sinsheim (2012) Wiesloch (2013) und Weinheim (2014) auf große Resonanz stieß, möchte das Forum „Kinder psychisch kranker Eltern“ am Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises zur Enttabuisierung von psychischen Erkrankungen beitragen.

Seelische Probleme und psychische Erkrankungen nehmen stetig zu.

Nach Angaben der Experten leidet fast jeder dritte Mensch einmal in seinem Leben an einer behandlungsbedürftigen, psychischen Erkrankung. Eines von 30 Kindern wächst in Deutschland mit mindestens einem psychisch kranken Elternteil auf. Oft helfen diesen Kindern Aktivitäten wie Malen, Schreiben, Musizieren oder Theaterspielen, mit ihrer Lebenssituation besser zu Recht zu kommen und Widerstandskräfte zu aktivieren, um nicht selbst krank zu werden.
Ergebnisse dieser kreativen Ausdrucksformen sind die etwa 40 Collagen und Zeichnungen, die nun in Weinheim gezeigt werden. Die berührenden Werke geben Fachleuten und Angehörigen, aber auch interessierten Bürgerinnen und Bürgern einen Einblick in die Lebenswelt, die Not und die Bedürfnisse der betroffenen Kinder und sollen helfen, Verständnis zu wecken und Vorbehalte abzubauen.

Die Ausstellung „Schlage die Trommel und fürchte dich nicht!“ wird am Sonntag, den 20. September 2015, um 11 Uhr in der Volkshochschule Bezirk Schwetzingen von Dr. René Pöltl, Oberbürgermeister der Stadt Schwetzingen und Schirmherr, Gundula Sprenger, Leiterin der Volkshochschule Bezirk Schwetzingen und Susanne Rohfleisch, Geschäftsführerin des Caritasverbands für den Rhein-Neckar-Kreis e.V. eröffnet. Eine Einführung gibt Christine Mohler vom Bürgerkreis für Psychosoziale Arbeit Sinsheim e.V..

Musikalisch umrahmt wird die Vernissage von der Trommelgruppe Satee Kooma aus Altlußheim.

Geöffnet ist die Ausstellung bis zum 29. Oktober, jeweils montags bis freitags von 8:00 bis 12:00 Uhr, montags, dienstags und donnerstags von 14:00 bis 18:00 Uhr.

29.07.2015

 


 

Stromsparhelfer: "Unsere Kunden sind sehr dankbar"
Stromsparhelfer unterstützen einkommensschwache Haushalte im Rhein-Neckar-Kreis - Projekt wird fortgesetzt

Die Initiatoren sind zufrieden: Das Projekt "Stromspar-Check" ist ein voller Erfolg. Foto: Pilz

Rhein-Neckar. "Es macht sehr viel Spaß, und wir helfen den Leuten ja ganz konkret", sagt Karl-Heinz Rahm, einer von derzeit acht, ab Mai dann zehn Stromsparhelfern, die im Rhein-Neckar-Kreis unterwegs sind, um einkommensschwache Haushalte energieeffizient zu beraten. Das Präventionsprogramm gegen Energieschulden, für Menschen mit geringem Einkommen angesichts steigender Energiekosten häufig ein Dauerthema bis hin zum Stromsperren durch den Energieversorger, läuft auf Bundesebene als Aktion "Stromspar-Check Plus" bereits seit 2008.

Mittlerweile sind in mehr als 160 Städten und Gemeinden Stromsparhelfer im Einsatz und haben bis jetzt mehr als 120 000 betroffene Haushalte beraten und mit Soforthilfen im Wert von 70 Euro wie beispielsweise Energiesparlampen, schaltbare Steckdosenleisten, Zeitschaltuhren oder Wassersparduschköpfe ausgestattet.

Im Rahmen des Aktionsprogramms "Klimaschutz 2020" wird der Stromspar-Check, eine Initiative von Caritas, dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschland und der Organisation Nationale Klimaschutz Initiative, vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Im Oktober 2014 startete der Caritasverband Rhein-Neckar als hiesiger Projektträger gemeinsam mit dem Jobcenter Rhein-Neckar und dem Rhein-Neckar-Kreis als Finanziers und der für die Helferschulungen zuständige Klimaschutz- und Energieberatungsagentur Heidelberg (KliBA) ins Programm.

In den neuen Räumen des Caritasverbandes in Schwetzingen zogen Geschäftsführerin Susanne Rohfleisch und ihr Team von den Standorten Wiesloch und Weinheim um Referatsleiter Stefan Dugeorge jetzt eine erste und positive Bilanz.

Bei einer Zielvorgabe von 520 Haushalten, die bis Projektende Dezember 2015 beraten werden sollen, liegt die Marke bei aktuell 139, weitere 64 Anmeldungen liegen vor. Soforthilfen erhielten bereits 101 Haushalte, was einem Wert von 7500 Euro entspricht. 45 Haushalten wurde zudem ein Zuschuss zum Austausch ihres Kühlschranks gewährt, wenn dieser älter als zehn Jahre alt war.

"In der Praxis muss man daran aber noch schrauben", sagte Stefan Dugeorge. Er halte es für besser, die Pauschale von 150 Euro an die Größe einer Familie anzupassen. Neben der Unterstützung einkommensschwacher Haushalte durch Beratung und praktische Hilfen, zielt der Stromsparcheck auf messbare CO2-Einsparungen.

Und außerdem bietet er Langzeitarbeitslosen eine neue Perspektive: Acht Personen, darunter Elektriker, Industriekaufleute oder Lagerarbeiter, ein Kreis von unterschiedlichen Berufsfeldern, fanden in diesem Projekt eine neue Anstellung im Umfang von 70 Prozent beim Caritasverband.

Sowohl Roland Schulz vom Landratsamt als auch Norbert Hölscher, Geschäftsführer des Jobcenters Rhein-Neckar, signalisierten die Fortführung des Projekts über 2015 hinaus. Das dürfte auch Stromsparhelfer Thomas Scheidel freuen: "Unsere Kunden sind sehr dankbar."

Die Evaluierung bereits gecheckter Haushalte zeige, so Dr. Klaus Keßler und Uwe Jung von der KliBA, dass Einsparpotenziale da seien und bei entsprechender Veränderung, ob technisch oder über persönliches Verhalten, auch genutzt werden.

Rhein-Neckar-Zeitung 22.04.2015

 


 

Wenn das Leben zu viel Energie kostet . . .
Caritasverband Rhein-Neckar-Kreis: Haushalte mit geringem Einkommen senken ihren Verbrauch mit dem Projekt „Stromspar-Check Plus“

Stecken Energie in ein neues Projekt: von rechts Stefan Dugeorge, Caritasverband, Stromsparhelfer Thomas Scheidel und Karl-Heinz Rahm, Norbert Hölscher (Jobcenter Rhein-Neckar-Kreis) Roland Schulz (Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis) und Susanne Rohfleisch von der Geschäftsführung des Caritasverbands für den Rhein-Neckar-Kreis.
Bild: Lenhardt

Karl-Heinz Rahm hat eine bewegende Geschichte zu erzählen. Ein Schlaganfall zwang den ehemals selbstständigen Unternehmer dazu, sich ins Jobcenter zu begeben - kein leichter Weg. Glücklicherweise erfuhr der Sinsheimer dort von dem Projekt "Stromspar-Check Plus", einer Energiesparberatung für Haushalte mit geringem Einkommen.

Berater besuchen dabei die Menschen, die beispielsweise Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohngeld oder Kinderzuschlag erhalten. Sie erfassen direkt vor Ort den Strom- sowie Wasserverbrauch der Haushalte und verteilen bei einem weiteren Besuch bedarfsabhängig Soforthilfen, die den Verbrauch und damit die Kosten senken - zum Beispiel Energiesparlampen, Zeitschaltuhren und Duschköpfe zum Wassersparen.

"Kunden sind dankbar

"Die Kunden sind sehr dankbar", erzählt Rahm, der nun als sogenannter Stromsparhelfer unterwegs ist und den diese Aufgabe sichtlich erfüllt. Genau das ist neben dem Ziel der Energiesenkung für einkommensschwache Haushalte ein weiteres: Langzeitarbeitslose über diese Aufgabe einen Wiedereinstieg ins Berufsleben zu ermöglichen. Für ihre neue Tätigkeit werden sie umfassend geschult.

Hinter dem Projekt des "Stromspar-Check Plus" verbirgt sich eine große Initiative. Eingebettet in das "Aktionsprogramm Klimaschutz 2020" der Bundesregierung, riefen die Aktion der Deutsche Caritasverband und der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands ins Leben. Und nun gibt es dieses Angebot auch im gesamten Rhein-Neckar-Kreis.

"Diese Kombination hier ist einmalig", bringt es Dr. Klaus Keßler, Geschäftsführer der KliBA GmbH in Heidelberg, während einer Pressekonferenz im Schwetzinger Sitz des Caritasverbandes auf den Punkt und meint das Engagement von Mitarbeitern des Caritasverbandes für den Rhein-Neckar-Kreis, des hiesigen Jobcenters und Landratsamtes. So kommen die beiden Letztgenannten für das Gehalt der Stromsparhelfer auf. Der Caritasverband stellt hingegen Büroräume und Dienstfahrzeuge zur Verfügung und übernimmt die Projekt- und Teamleitung.

Acht Helfer im Einsatz

Seit Ende November vergangenen Jahres sind acht Stromsparhelfer im gesamten Rhein-Neckar-Kreis im Einsatz. Zwei weitere Stellen sollen noch besetzt werden. 139 Haushalte sind seitdem besucht worden, 94 weitere haben sich angemeldet, berichtet Stefan Dugeorge vom Caritasverband.

Für 101 Haushalte sei der Check bereits abgeschlossen, Kosten von 7500 Euro fielen dafür an. Und ein Einsparpotenzial für Energie und Wasser pro Haushalt von 147 Euro im Jahr und mehr. Der Grund: "Wir messen nicht nur, sondern geben auch Tipps für das Verhalten, zum Beispiel die Waschmaschine vollständig zu füllen", erzählt Thomas Scheidel aus Leimen, ebenfalls Stromsparhelfer.

Susanne Rohfleisch von der Geschäftsführung des Caritasverbandes für den Rhein-Neckar-Kreis lobt deren hohes Engagement: "Das ist nicht selbstverständlich, so aktiv und intensiv mitzuarbeiten." Thomas Scheidel und Karl-Heinz Rahm scheint das in der Tat, völlig klar zu sein. "Mir ist geholfen worden, jetzt kann ich helfen", sagt Rahm - voller Herzblut für diese Aufgabe. Sein Engagement ist auch weiterhin gefragt: Bis Ende dieses Jahres sollen 520 Haushalte mit der Aktion erreicht werden.

Wer einen kostenlosen "Stromspar-Check Plus" wahrnehmen will, wendet sich an den Caritasverband, Am Adenauerplatz 1, Wiesloch, Telefon 06222/87 18.

© Schwetzinger Zeitung, Samstag, 11.04.2015

 


 

„Stromspar-Check PLUS“
für Haushalte mit geringem Einkommen im Rhein-Neckar-Kreis

Mit dem Projekt "Stromspar-Check Plus" unterstützt der Caritasverband für den Rhein-Neckar-Kreis e.V. private Haushalte mit niedrigem Einkommen dabei, weniger Strom, Wasser und Heizenergie zu verbrauchen.

Das bundesweite Projekt „Stromspar-Check PLUS“ ist eine gemeinsame Aktion des Deutschen Caritasverbandes e.V. und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands e.V. Da es auch einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leistet, wird das Projekt durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) im Rahmen seiner Klimaschutzinitiative gefördert.

In Kooperation mit:

Ziele des Projekts „Stromspar-Check PLUS“:
Zum einen soll der Stromverbrauch in einkommensschwachen Haushalten verringert
und damit deren Kostenbelastung reduziert werden,
Gleichzeitig erhalten Langzeitarbeitslose über ihre Tätigkeit als Stromsparhelfer die
Chance auf einen Wiedereinstieg ins Berufsleben,
Nicht zuletzt leistet die Aktion einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

Zielgruppe:
Teilnahmeberechtigt zu diesem kostenlosen Check sind Menschen mit geringem Einkommen (bspw. Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohngeld oder Kinderzuschlag).

Ablauf:
Geschulte Stromsparhelfer kommen zu Ihnen ins Haus und überprüfen Ihren Stromverbrauch. Sie bekommen die ersten Tipps, wie Sie in Ihrem Haushalt Strom und damit bares Geld sparen können.
Bei einem zweiten Besuch der Stromsparhelfer erhalten Sie kostenlose Soforthilfen wie Energiesparlampen, schaltbare Steckdosenleisten, TV-Standby-Abschalter, Zeitschaltuhren und Strahlregler für Wasserhähne, die nach Bedarf sofort montiert und in Betrieb genommen werden.
Außerdem erhalten Sie einen detaillierten Stromspar-Fahrplan, individuell auf Ihren Haushalt abgestellt sowie qualifizierte Ratschläge, wie Sie Ihren Stromverbrauch mit einfachen Mitteln weiter reduzieren können.

Kurz und knappDer Infoflyer zum Projekt (PDF-Download):

Nähere Informationen erhalten Sie über unsere Standorte:

Standort Weinheim
Norbert Holter
Tel. 06201 - 9946-0
Standort Wiesloch
Tabea Schirner
Tel. 06222 - 8718
stromsparcheck@caritas-rhein-neckar.de

Stand:09.03.2015


 

Wir ziehen um .....

Sehr geehrte Mitglieder,
sehr geehrte Geschäftspartner,
sehr geehrte Damen und Herren,

der Caritasverband für den Rhein-Neckar-Kreis e.V. wird von der
Markgrafenstraße 17, 68723 Schwetzingen in die

Carl-Benz-Straße 3,
68723 Schwetzingen
0 62 02 / 93 14 -0

umziehen.

Ab Montag, 28. Juli 2014, stehen wir Ihnen in unseren neuen Geschäftsräumen zur Verfügung.

Während des Umzugs von Donnerstag, 24. Juli 2014, bis Freitag, 25. Juli 2014, bleiben unsere Büros geschlossen, so dass wir Ihre Anrufe und E-Mails an diesen Tagen leider nicht beantworten können.

Außer der neuen Anschrift ändert sich für Sie nichts.

Sie erreichen Ihre Ansprechpartner ab Montag, 28. Juli 2014, unter den gewohnten Telefon- und Faxnummern und auch die E-Mail-Adressen bleiben die selben.

Wir freuen uns darauf, Ihnen auch in unseren neuen Räumlichkeiten mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Schwetzingen im Juli 2014

Caritasverband für den Rhein-Neckar-Kreis eV.

Susanne Rohfleisch
Geschäftsführung

Bernhard Martin
Geschäftsführung

 


 

Ernst Glaubrecht ist 101 Jahre alt
Im Caritas-Seniorenzentrum wurde drei Tage lang gefeiert

Ernst Glaubrecht empfing zum 101. Geburtstag die Glückwünsche von (v.li.) Bernhard Martin (Caritasverband), Schwiegertochter Ingeborg Glaubrecht, Anke Welscher (Seniorenzentrum), Sohn Ulrich Glaubrecht und Bürgermeister Alexander Eger. Foto: Galyna Hecker-Petrova

St. Leon-Rot. Schon seit einigen Jahren feiert Ernst Glaubrecht im Caritas-Seniorenzentrum in St. Leon-Rot seine Geburtstage. Sein 100. Geburtstag im letzten Jahr musste leider wegen eines Krankenhausaufenthalts ausfallen. Umso umfangreicher gestalteten sich die Feiern anlässlich seines 101. Geburtstags am Donnerstag. Im Kreise seiner Mitbewohner und Verwandten gratulierten Bürgermeister Dr. Alexander Eger, die Leiterin des Seniorenzentrums, Anke Welscher, und Bernhard Martin, einer der beiden Geschäftsführer des Caritasverbands Rhein-Neckar, dem Jubilar herzlich
und wünschten ihm bei weiterhin guter Gesundheit noch recht viele solcher Feiern.

Gestern wurde dann am Stammtisch des Seniorenzentrums mit Stammtischschwestern und -brüdern sowie Pfarrer i.R. Walter Etzkorn und Barbara Müller ein zünftiges Vesper abgehalten. Zum Abschluss derMarathonfeiern kommt am heutigen Samstag die Familie im Seniorenzentrum zusammen und lässt bei einem Festessen die Feiern ausklingen.

Ernst Glaubrecht wurde in Berlin geboren. Er lebte später in Heidelberg, Leimen und St. Ilgen, seit 2008 in St. Leon-Rot, wo auch einer seiner Söhne wohnt. Heute ist er der älteste Einwohner der Spargelgemeinde. Der Jubilar freute sich außerordentlich über die vielen Gratulationen und Glückwünsche und richtete seinen Dank an den Bürgermeister für seine Aufwartung, an die Heimleitung, an seine Ärztin und an die Mitarbeiter des Caritas-Seniorenzentrums für die gute Betreuung. Er freue sich schon auf die nächste Feier zu seinem 102. Geburtstag.

Rhein-Neckar-Zeitung / 10./11. Mai 2014


 

Caritasverband für den Rhein-Neckar-Kreis e.V. besetzt vakante Geschäftsführungsstelle

Der Aufsichtsrat des Caritasverbandes für den Rhein-Neckar-Kreis e.V. hat sich nach einem sorgfältigen Auswahlverfahren für Herrn Bernhard Martin als zukünftigen Geschäftsführer in der gemeinsamen Geschäftsführung mit Frau Susanne Rohfleisch entschieden.

Bernhard Martin verfügt über eine solide volks- und betriebswirtschaftliche Ausbildung und ist leitungs- und führungserfahren in Privatwirtschaft, Staat, Kommune und Sozialwirtschaft. Darüber hinaus ist er als früherer Bürgermeister der Stadt Eberbach am Neckar gut vernetzt in unserer Region.

Der Verband hat somit unter den vielen Bewerbern die Person ausgewählt, die dem Anforderungsprofil der Stellenausschreibung gut entspricht.

Herr Martin wird der mittleren Führungsebene des Verbandes in der Leitungskonferenz am 29.04.2014 vorgestellt und tritt die Stelle am 01.05.2014 an.

In den vergangenen drei Jahren hatte der Caritasverband für den Rhein-Neckar-Kreis e.V. verschiedene Phasen eines Veränderungsprozesses zu bewältigen.

Sowohl die wirtschaftliche Sanierung und Stabilisierung stellte große Anforderungen an alle Beteiligten, als auch die organisatorische Neuausrichtung. Mit einem Strategieprozess, der Ende 2013 gestartet und im April diesen Jahres Schwung aufgenommen hat, nimmt die Veränderung auch inhaltliche Schwerpunkte und Ziele des Caritasverbandes in den Blick, immer verbunden mit den sozialwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Erfordernissen.

Der Aufsichtsrat freut sich darüber, mit der zukünftigen Doppelspitze die
Herausforderungen, denen sich der Caritasverband in seiner weiteren Entwicklung
stellen wird, positiv zu gestalten.


 

Alternativfeier formt alle zur "Großfamilie"
Wohnungslosenhilfe: Spenden unterstützen Arbeit des Caritasverbandes in Weinheim und die traditionelle Weihnachtsfeier für bedürftige Menschen

Weinheim. Über diese Premiere freut sich Andreas Jordak besonders: Zum ersten Mal werden Klienten der Wohnungslosenhilfe des Caritasverbandes des Rhein-Neckar-Kreises an Heiligabend bei der Weihnachtsfeier auf der Bühne des Gemeindehauses von Herz Jesu Theaterszenen spielen. Zur Vorfreude auf das insgesamt dreitägige Angebot für arme, wohn ungslose und einsame Menschen passte gestern auch eine Spendenübergabe. Die Volksbank Weinheim-Stiftung überbrachte durch Prokurist Torsten Dämgen 1000 Euro von der Unterstiftung Sebastian Reis, der Förderverein St. Vincentius Weinheim durch Dr. Günter Schnebelt 500 Euro und der Soroptimist Club Weinheim durch Tineke Gröbe-de Vlaming 300 Euro.

Die Spender sprachen im Anschluss mit Jordak sowie mit Ulrike Herrmann und Alexandra Riester über die Aufgaben der Wohnungslosenhilfe. Die Gründe, die Menschen in schwierige Lebenssituationen geraten lassen, sind vielfältig. Trennungen, Arbeitsplatzverlust, Verschuldung oder Suchtprobleme sind häufig Auslöser, oft folgt auch das eine auf das andere. Die Zunahme von Armut in der Gesellschaft sowie Konflikte zwischen Kindern und Eltern verschärfen die Situation. Die Klientel wird zunehmend jünger, wie Alexandra Riester feststellte. Sie hilft vor allem Menschen im Betreuten Wohnen der Wohnungslosenhilfe, wieder Fuß in der Gesells chaft zu fassen.

"Jede Lebensgeschichte ist einzigartig, und die Menschen, die von Armut und Einsamkeit betroffen sind, natürlich auch", stellte Andreas Jordak fest.

Dass es für Frauen und Männer in solchen Lebenslagen besonders wichtig ist, wahrgenommen und respektvoll behandelt zu werden, erklärte Ulrike Herrmann.

Vor diesem Hintergrund wird die Bedeutung der Weihnachtsfeiern der Wohnungslosenhilfe noch deutlicher. Genauso wichtig wie das warme Essen, das die Küche von Freudenberg an Heiligabend und an den beiden Feiertagen ins Gemeindehaus von Herz Jesu liefert, sind auch die Gespräche.

Oft entsteht zwischen Jordak und bedürftigen Menschen an diesen Tagen ein erster Kontakt. Er kann vermitteln, auf weitere Angebote wie "Appel & Ei" oder den Mittagstisch der Kirchengemeinden hinweisen. Und schließlich versetzen Spenden wie die gestern überreichten Caritas in die Lage, den Besuchern der Weihnachtsfeiern ein Geschenk mitzugeben. Die Auswahl reicht vom Schlafsack bis zur warmen Unterwäsche.

Zwischen 70 und 80 Besucher werden an Heiligabend bei der ersten von drei Feiern erwartet. Bei der alternativen Feier für arme und einsame Menschen entsteht das Gefühl einer "Großfamilie". Keiner wird mit seinem Schicksal allein gelassen.

Mehrere Gruppen und Personen sorgen zudem für ein Unterhaltungsprogramm. Der Posaunenchor der Peterskirche spielt, Diakon Günther Huth liest die Weihnachtsgeschichte, Karljosef Kropp erfreut mit einem Puppenspiel und Leo Engel spielt Zither. Zwei Klienten der Wohnungslosenhilfe werden Gitarre spielen und ein Ratespiel vorbereiten. Außerdem sind Auftritte des italienischen Sängers Marco Serra und der Lobpreisgruppe von Herz Jesu angekündigt. dra

Weitere Informationen unter: www.caritas-rhein-neckar.de

Quelle: Weinheimer Nachrichten / 18.12.13


 

Mitarbeiter zeigen soziale Eigeninitiative
Geschäftsleben: Tectum Business Solution und Seil Action spenden dem Tafelladen "Appel + Ei" Waren im Wert von 1600 Euro

Über Hygieneartikel und lang haltbare Lebensmittel im Wert von 1600 Euro freut sich Norbert Holter von "Appei + Ei" (2.v.I.). Diese wurden ihm von Armin Klug (Geschäftsführer Tectum), Dragica Vujovic (Geschäftsführerin Seil Action) und den Mitarbeitern Jenny Senfer, Johannes Grohmüller, Matthias Rabe und Alice Brandenburger (v.l.) übergeben.
BILD: LENHARDT

Auf großen Paletten sind unzählige Waren aufgestapelt: Hygieneartikel, lang haltbare Lebensmittel und alles, was,man im Alltag praucht. Mit großen Augen blickt Ndrbert Holter, stellvertretender Ladenleiter von
.,Appel + Ei", auf diese Großspende, die ihm von den Firmen Teetum Business Solution und Seil Action übergeben wird.

"Ich bin überwältigt und bedanke mich dafür, den Kunden mit Ihrer Spende helfen zu können", richtet er
seine Worte an Dragica Vujovic, Geschäftsführerin von Seil Action, und Armin Klug. Geschäftsführer von
Tectum. Die Warenspende in Höhe von insgesamt 1600 Euro ist deren Mitarbeitern zu verdanken. "Wir haben Arbeitsgruppen eingerichtet, die sich mit den Werten, nach denen sich die Unternehmen ausrichten, auseinandergesetzt haben", erläutert Armin Klug. Aus der Arbeitsgruppe "Ethische Entwicklung und soziale Verantwortung" sei schließlich der Gedanke gewachsen, einen sozialen Beitrag zum lahresende zu leisten.

Fast jeder wirft was in die Büchse

In Eigeninitiative sammelten die acht Mitarbeiter des Teams mit Büchsen gewappnet bei ihren Kollegen
Spenden zugunsten von "Appel +·Ei" ein. 800 Euro sind dabei zusammengekommen. "Mit der Summe
hätten wir nicht gerechnet. Von den 250 Mitarbeitern hier am Standort gab es nur drei oder vier, die nichts
geben wollten", erklärt Klug.

Den von den Mitarbeitern gesammelten Betrag stockten die Unternehmer noch einmal auf und ließen
ihn auf das Doppelte, 1600 Euro, anwachsen. Und so kauften die Mitarbeiter großzügig ein, um diesmal der Tafel eine Freude zu bereiten. "Die Aktion war eine Art Startschuss. Wir haben vor, uns weiterhin sozial zu engagieren", so Dragica Vujovic abschließend.

vs

Schwetzinger Zeitung 20.12.2013


 

Päckchen wachsen zu Türmen an
Benefizaktion: Für 280 bedürftige Kinder geht dank des "Traumbaums" ein Weihnachtswunsch in Erfüllung / Geschenke stehen zur Abholung bereit

Bunt verpackte und schön verzierte Pakete häufen sich im Awo-Gebäude: Über so viele Geschenke für Kinder freuen sich Antonia Wettstein, Heide Höhm (Serviceleiterin Sparkasse), Susanne Rohfleisch (Caritas),
Peter Neuhaus und Bärbel Morsch.
BILD: LENHARDT

Türme aus bunten Päckchen, verziert mit schönen Schleifen, sind im Awo-Gebäude angewachsen. Große und kleine schmiegen sich eng aneinander und sorgen schon beim bloßen Anblick für dieses Kribbeln im Bauch, das sich Vorfreude nennt. Vorfreude auf Heiligabend, an dem Kinderhände die Schleifen von den Päckchen lösen und über beide Ohren strahlen werden - geht doch genau der eine Wunsch in Erfüllung, den sie dem Christkind auf einen Zettel geschrieben haben.

Dass Kinderwünsche wahr werden, macht die Benefizaktion "Kindertraumbaum".möglich, die die
Anwälte Antonia und Tibor Wettstein vor sechs Jaluen ins Leben gerufen haben und seither von dem Ehepaar mit Hilfe der Diakonie, dem Caritasverband, dem Rotary-Club Schwetzigen-Walldorf, der Sparkasse sowie der Stadtverwaltung mit viel Enthusiasmus Jahr für Jahr umgesetzt wird. Bedürftigen Kindern aus der Region zu Weihnachten eine Freude bereiten, darauf zielt die Aktion ab - eine Idee, die bei den Bürgern großen Zuspruch findet.

"Dieses Jahr sind es genau 280 Päckchen", verrät Antonia Wettstein. Selbst das stürmische Wetter habe die Bürger nicht davon abhalten können, auf den Weihnachtsmarkt zu gehen, um dort einen der von den Kindern kreativ angefertigten Wunschzettel vom "Traumbaum" zu pflücken. "Nach dem ersten Tag waren nur noch 120 Zettel übrig." Manche hätten sogar gleich zwei oder drei Wünsche von der Tanne genommen, so Wenstein.

Für 280 Kinder von null bis 14 Jahren, die in Schwetzingen, Plankstadt, Oftersheim, Brühl und Ketsch wohnen und deren Eltern berechtigt sind, im Tafelladen ,,Appel + Ei" einzukaufen, wird somit zum Weinachtsfest ein Wunsch im Wert von bis zu 30 Euro wahr. Und die Wünsche der Kinder sind vielfaltig. "Diesmal waren viele Geseljschaftsspiele und Instrumente darunter, aber auch erstaunlich viele Puppen", sagt die Anwältin. Der Trend hin zu technischen Geräten habe sich dagegen gelegt.

In Erinnerung geblieben ist den Initiatoren besonders ein Wunsch. "Eine Reise ins Technik Museum nach Speyer oder eine Fahrt im ICE", hat ein siebenjähriger Junge auf seinen Wunschzettel geschrieben. Denn damit würde er seine Mama schon seit drei Jahren "nerven". Aber auch praktische Dinge wie warme Jacken, Schuhe und dicke Pullover stehen beim Nachwuchs hoch im Kurs, wurden mit Buntstiften in Bildern auf den Wunschzetteln ebenso verewigt wie Schlittschuhe und Spielsachen.

Inzwischen smd nicht nur zahlreiche liebevoll eingewickelte Päckchen im Awo-Gebäude eingegangen,
auch Spenden in Höhe von über 1800 Euro haben die Initiatoren der Benefizaktion erreicht. Mit diesem
Geld "besorgen wir die wenigen fehlenden Geschenke", erläutert Wettstein. Die Summe, die dann noch
übrig bleibe, fließe in den "Kinderförderfonds südlicbe Kurpfaiz" der Caritas und Diakonie. "Damit können wir das ganze Jahr über bedürftigen Kindern unbürokratisch Hilfe leisten", erklärt Bärbel Morsch, Leiterin des Diakonisehen Werkes in Schwetzingen. Der Fonds unterstützt gezielt die Teilnahme von Kindem und Jugendlichen an schulischen, sportlichen oder kulturellen Maßnahmen.

Doch im Awo-Gebäude freut man sich nun vorrangig auf die zahlreichen Kinder, die bis morgen, Freitag,
die Türme aus bunten Päckchen abbauen und ihr Weihnachtsgeschenk mit nach Hause nehmen, das ihnen an Heiligabend ein Lächeln auf die Lippen zaubern wird.

Spende-Möglichkeiten

Die Päckchen für den Traumbaum können biszum morgigen Freitag zwischen 9 und 15 Uhr im
AwoGebäude, HelebstraBe 6, abgeholt werden.
Spenden für den Kinderförderfonds werden unter folgenden Bankverbindungen entgegen-
genommen: Diakonisches Werk - Kinderförderfonds südliche Kurpfalz, Sparkasse Heidelberg,
Konto-Nr. 9140 905, BLZ 672 500 20 oder Volksbank Kraichgau, Konto-Nr. 33 226 900,
BLZ 672 92200.

Schwetzinger Zeitung 19.12.2013


 

Mitarbeiter wechseln an andere Standorte
Caritas: Verband schließt seine Räumlichkeiten in Heidelberg-Neuenheim zum Jahresende

SCHWETZINGEN/HEIDELBERG. Der Caritasverband für den Rhein-Neckar-Kreis mit Hauptsitz in Schwetzingen schließt zum 31. Dezember seine Räumlichkeiten in Heidelberg-Neuenheim. Dort waren die Schwangerschaftsberatung und der Migrationsdienst untergebracht.

Alle Mitarbeiter der genannten Arbeitsbereiche werden ihre Beratungsarbeit an den Standorten des
Caritasverbandes in Schwetzingen, Sinsheim, Weinheim und Wiesloch weiterhin anbieten. Dadurch stärkt der Verband sein regional flächendeckendes und vielfaltiges Beratungsangebot im Rhein-Neckar-Kreis. Inhalte der Beratung für schwangere Frauen sind finanzielle, psychosoziale und sozialrechtliche Themen. Dabei werden die Ratsuchenden sowohl bei Fragen und Anliegen rund ums Eltern-, Kinder und Betreuungsgeld, als auch bei persönlichen Krisen und Notsituationen unterstützt.

Neben der Schwangerschaftsberatung befand sich der Migrationsdienst des Verbandes am Standort
Heidelberg, der im Jahr 2004 die früheren Sozialdienste für ausländische Arbeitnehmerund deren Familien sowie die Sozialdienste für Aussiedler und Flüchtlinge zusammenfasste. Im Jahr2005 wurde dieses Beratungsangebot um die bundesgeförderte Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer erweitert.

Mit diesen Beratungsdiensten unterstützt, begleitet und fördert der Caritasverband seit Jahrzehnten
Migranten bei der Erstorientierung im neuen Lebensumfeld und beim Prozess der Integration. Ratsuchendeschwangere Frauen können die Beraterinnen ab sofort in Schwetzingen unter Telefon 06202 /931450 und in Wiesloch unter 06222 /59034 erreichen.

Für ratsuchende Migranten ist der Migrationsdienst ab sofort in Weinheim unter Telefon 062011 / 995611 und in Wiesloch unter 06222/8718 zu erreichen.

zg

Schwetzinger Zeitung 19.12.2013


 

Sparkasse unterstützt Tafelladen mit 10000 Euro

Eine stattliche Spende von 10000 Euro übergaben Lena Büchner und Markus Fissl von der Sparkasse Heidelberg an Caritas-Geschäftsführerin Susanne Rohfleisch und an Klaus Stürmer und Norbert Holter vom Tafelladen "Appel + Ei".

Riesenfreude bei "Appel + Ei", dem Tafelladen für Lebensmittel und anderes für Menschen mit geringen Einkommen: Das ökumenische Projekt des Caritasverbandes und des Diakonischen Werkes, das sein Ladengeschäft in der Markgrafenstraße 17 im Caritashaus hat, bekam am Vorabend des Nikolaustages von der Sparkasse Heidelberg eine Spende von 10000 Euro überreicht.

Ladenleiter Klaus Stürmer und sein Kollege Norbert Holter informierten gemeinsam mit Caritas-Geschäftsführerin und Vorstandsmitglied Susanne Rohfleisch die Überbringer des Spendenschecks über die Schwetzinger Einrichtung. "Appel + Ei" frequentieren täglich 90 bis 120 Menschen, die über nicht ausreichend Geld verfügen, um ihren Lebensunterhalt bestreiten und sich ausgewogen mit Grundnahrungsmitteln versorgen zu können.

Der Tafelladen in gemeinsamer Trägerschaft und mit Unterstützung der katholischen und evangelischen Pfarrgemeinden sowie der Stadt bezieht seine Lebensmittel von Partnern aus dem Einzel- und Großhandel. Die sortieren ihre Produkte kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums aus und geben diese an den Laden weiter.

Regionaldirektor Markus Fissl, zuständig für den Bereich Schwetzingen und Hockenheim, sowie seine Kollegin Filialleiterin Lena Büchner freuten sich, mit der stattlichen Nikolaus-Spende der Sparkasse Heidelberg einen schönen Beitrag leisten zu können, damit "Appel + Ei" weiterhin seinen Aufgaben nachkommen kann.

Schwetzinger Zeitung 07./08.12.2013


 

Südstadt-Schüler spenden Lebensmittel
(gma). Da hatten die "Appel + Ei"-Mitarbeiter richtig viel zu schleppen. Aus den Klassenzimmern im gesamten Schulhaus trugen sie die Spendenkisten zum zentralen Sammelpunkt in der Eingangshalle wo dann unser Foto entstand.

Zum fünften Mal in Folge engagierte sich die Südstadtschule in einer großartigen Aktion für die bedürftigen Menschen, die hauptsächlich vom Tafelladen "Appel + Ei" v ersorgt werden. Wie immer war die Klassenlehrerin Sybille Böhm-Höfler federführend bei der Planung.

Alle Klassen machten wieder vorbildlich mit. Schulleiterin Kerstin Sittinger ist neben dem Engagement ihrer Schüler und Lehrer in allen Klassen auch auf die Eltern riesig stolz. Weit über 1.300 Euro ist die Spendenlieferung wert.

Einige Wochen lang hingen Listen im Schulfoyer aus, in welche sich die Schüler und ihre Eltern für das Beschaffen bestimmter Artikel eintragen konnten. Auch das Lehrerkollegium beteiligte sich großartig.

Sinnvollerweise hatte "Appel + Ei"-Ladenleiter Klaus Stürmer bereits zuvor mitgeteilt, in welchen Bereichen der Bedarf am größten ist. Hierzu gehörten insbesondere Kaffee, Tee, Säfte, H-Milch, Eier, Mehl, Reis, Nudeln und Konserven aller Art. Gleichermaßen Hygieneartikel wie Duschgel, Zahncreme
oder Toilettenpapier.

„Speziell in der beginnenden Adventszeit haben wir erfahrungsgemäß einen hohen Bedarf an Lebensmitteln“, berichteten die „Appel + Ei“ - Mitarbeiter und bedankten sich herzlich für die gute Tat.

„Wir selbst nutzen diese tolle Aktion auch dafür unseren Schülern zu verdeutlichen, dass viele Menschen wirtschaftlich nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen und es schön ist zu helfen wo immer es nur geht“, ergänzte Kerstin Sittinger

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„Hier und jetzt helfen“
In Schwetzingen wurde die Caritas-Sammlung in der Erzdiözese Freiburg eröffnet

Mit einem feierlichen Gottesdienst in Schwetzingen ist am Sonntag (22.September) die Sammelwoche der Caritas in der Erzdiözese Freiburg eröffnet worden. Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Appel unterstrich dabei den vielfältigen Einsatz der Caritas für Notleidende und Bedürftige, bei dem es über konkrete Hilfe für den einzelnen hinaus immer auch um mehr Teilhabegerechtigkeit und Solidarität in der Gesellschaft gehe. „Unser Selbstverständnis und unsere Aufgabe ist es, besonders für jene Menschen dazu zu sein, deren Leben aus dem Tritt kommt oder vielleicht sogar bereits aus den Fugen geraten ist“, sagte er. Durch die tägliche Arbeit in den Diensten und Einrichtungen der Caritas wisse man, „dass in jeder Stadt, in jeder Gemeinde Menschen leben, die aus unterschiedlichen Gründen Hilfe und Beistand benötigen“, so Appel bei der Eröffnung in Schwetzingen.

Der Diözesan-Caritasverband unterstützt mit rund 83.000 Euro Hilfsprojekte für Kinder, Jugendliche, Familien und Alleinerziehende. Unter den geförderten Hilfsprojekten befindet sich auch das Sozialkaufhaus des Caritasverbandes für den Rhein-Neckar-Kreis e.V., dass dieses Jahr erweitert wurde.

Mit einem Betrag von knapp 59.000 Euro fördert der Diözesan-Caritasverband Hilfen für alte, kranke, behinderte und psychisch erkrankte Menschen. Knapp 35.000 Euro werden für konkrete Hilfen im Bereich Migration und Integration zur Verfügung gestellt, mit 27.000 Euro werden Wohnungslose, Arbeitslose, Suchtkranke und Schuldner unterstützt. Um die Arbeit von und mit Ehrenamtlichen und Freiwilligen zu verstärken, hat der Diözesan-Caritasverband rund 26.000 Euro bereit gestellt.

Bei der Eröffnung in Schwetzingen dankte Diözesan-Caritasdirektor Bernhard Appel ausdrücklich allen Unterstützern der Caritas-Sammlung, „sei als engagierte Sammlerinnen und Sammler, sei als großherzige Spenderinnen und Spender“.

Der Vorstandsvorsitzende des Caritasverbandes für den Rhein-Neckar-Kreis Herr Grau lud die Besucher des Gottesdienstes zum Empfang im Josefhaus ein. Grußworte sprachen der Oberbürgermeister der Stadt Schwetzingen Dr. Rene Pötel, sowie der Erste Landesbeamte Joachim Bauer in Vertretung des Landrates des Rhein-Neckar-Kreises Stefan Dallinger.

Beide würdigten den Caritasverband als wichtigen Partner in der sozialen Landschaft in der Stadt Schwetzingen und im gesamten Landkreis. Die Geschäftsführung Susanne Rohfleisch und Bernhard Hentschel freuten sich über die gelungene Veranstaltung und die Grußworte.

Caritas-Sammlung

von links nach rechts
Karl Klein, Jörg Karolus, Bernhard Hentschel, Jörg von Albedyll, Dr. Rene Pöltel, Bernhard Carl, Manfred Grau, Joachim Stolz, Susanne Rohfleisch, Msgr. Bernhard Appel, Joachim Bauer, Pfarrer Friedbert Böser.

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Caritas-Sammlung 2013

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Caritas-Sozialkaufhaus „Lichtblick“
In einer festlichen Feierstunde wurde am Donnerstag, den 25. Juli 2013 das
Caritas-Sozialkaufhaus „Lichtblick“ in Weinheim eröffnet.

Somit bietet sich nun die Möglichkeit für bedürftige und einkommensschwache Menschen in den drei Etagen des Sozialkaufhauses „Lichtblick“, Lebensmittel, Kleidung und Haushaltswaren, zu kleinen Preisen in einer freundlichen Atmosphäre einzukaufen.

Im Erdgeschoss des Hauses werden Grundnahrungsmittel, Obst und Gemüse für einen Bruchteil des regulären Ladenpreises angeboten. Gut erhaltende Second-Hand-Kleidung findet man in der 1. Etage des Hauses und das Angebot wird um hochwertige Haushaltsgegenstände und Spielzeug im Dachgeschoss abgerundet.

Die Öffnungszeiten im Sozialkaufhaus „Lichtblick“:

Tafelladen (Telefon: 06201/392115)
Montag bis Freitag 11:00 Uhr bis 12:30 Uhr und 14:30 Uhr bis 17:00 Uhr

Kleiderkammer (Telefon: 06201/6049285)
Montag bis Freitag 14:30 Uhr bis 17:00 Uhr

Haushaltswaren (Telefon: 06201/6049433)
Montag bis Freitag 14:30 Uhr bis 17:00 Uhr

Caritas-Sozialkaufhaus „Lichtblick“
Bergstraße 73
69469 Weinheim

Impression der Feierstunde anlässlich der Eröffnung des Caritas-Sozialkaufhaus „Lichtblick“

Eröffnung des Caritas-Sozialkaufhaus „Lichtblick“

Die Geschäftsführerin des Caritasverbandes für den Rhein-Neckar-Kreis e.V. Susanne Rohfleisch
mit dem Ladenleiter Nazzi Bazzi und dem Projektleiter Alexander Batzill bei der Eröffnung des Dachgeschoss des Sozialkaufhauses

Eröffnung des Caritas-Sozialkaufhaus „Lichtblick“

Der Vorsitzende des Verbandes Manfred Grau, Herr Batzill, Herr Schwalbenhofer (Sozialstation Weinheim) und Herr Bazzi freuen sich über die hochwertigen Haushaltsgegenständen.

 



alldrink schwetzingen - grillen und gut am 15. und 16. Juni 2012



Schwetzinger Woche Nr. 20 / Mittwoch, 16. Mai 2012
Soziale Kräfte ziehen für die Region an einem Strang

Soziale Kräfte ziehen für die Region an einem Strang

(V.l.), Rotary-Präsidentin Renate Mayer, Gerald Moll (RC Schwetzingen-Kurpfalz), Susanne Rohfleisch (Caritas), Alfred Linner, Michael Hauth (beide RC Schwetzingen-Kurpfalz), Bärbel Morsch (Diakonie), Schwetzingens OB Dr. René Pöltl und Dekanin Annemarie Steinebrunner / Foto: jr

(jr). Der Rotary Club Schwetzingen-Kurpfalz ist seit seiner Gründung 2005 für ein vielfältiges soziales Engagement in der Spargelstadt und weit darüber hinaus. bekannt. Ein fester Termin für die Clubmitglieder und die Schwetz inger gleichermaßenist vor allem die alljährlich stattfindende Adventskalender-Verkaufsaktion: An vier Wochenenden der Vorweihnachtszeit werden die Adventskalender, die gleichzeitig als Los für wertvolle gestiftete Gewinne dienen, in den Fußgängerzonen von Wiesloch und Schwetz ingen verkauft. Dass der Adventskalender mit dem weihnachtlichen Motiv von Schwetzingens Foto-Profi Jessen Oestergaard inzwischen ein wahrer Renner ist, davon zeugt vor allem die Tatsache, dass im vergangenen Jahr 4.500 Exemplare einen Käufer gefunden haben. 5 Euro kostet ein Kalender und den gesamten Ertrag der Aktion stellen die Rotarier ungeschmälert einem sozialen Projekt aus der Region zur Verfügung.

Dieses Jahr haben sich die Verantwortlichen des RC entschieden, einen Beitrag für gleich zwei wichtige Institutionen zu leisten: Zum einen an den Kinderförderfonds südliche Kurpfalz, der unter anderem auch mit Hilfe der Stadt gegründet wurde, und zum anderen an den Nothilfefonds der Stadt Schwetzingen. Beide Spenden von insgesamt 17.000 Euro überreichte Rotary Clubpräsidentin Renate Mayer vergangene Woche in der Hildastraße 4a.



Schwetzinger Woche Nr. 20 / Mittwoch, 16. Mai 2012
Rotary Club Schwetzingen-Kurpfalz unterstützt Kinderförderfonds südliche Kurpfalz und die Nothilfe Schwetzingen

(jr). Sie sei „beinahe schon Tradition“ in Schwetzingen, meinte Renate Mayer und meinte damit die seit 6 Jahren vom Rotary Club Schwetzingen-Kurpfalz durchgeführte Adventskalender-Aktion. Und im vergangenen Jahr die „erfolgreichste bisher“, so die Rotary-Präsidentin freudestrahlend. Insgesamt 4.500 Adventskalender habe man verkaufen können, ergänzte Alfred Linner, Vorsitzender des Rotary Förderclubs. Sowohl an den adventssonntäglichen Verkaufsständen in Wiesloch und Schwetzingen als auch bei Firmen der Region, die ihren Mitarbeitern und Kunden zur Vorweihnachtszeit eine kleine Freude machen wollen, fanden die Gewinnlos-Kalender reißenden Absatz.

Rotary Club Schwetzingen-Kurpfalz unterstützt KinderförderfondsDr. Pöltl freute sich in seiner Eigenschaft als Nothilfe-Vorsitzender über eine Spende aus den Händen von Rotary Club-Präsidentin Renate Mayer / Foto: jr

„Immer mehr Firmen werden auf die Möglichkeit aufmerksam, durch Unterstützung der Aktion ihre Sozialkompetenz unter Beweis zu stellen und ihrem Engagement für die Region Ausdruck zu verleihen“, meint Gerald Moll, verantwortlich für die Öff entlichkeitsarbeit bei den Rotariern.
Ziel sei es in diesem Jahr gewesen, „regional Hilfe zu leisten, da, wo es manchmal darauf ankommt, schnell und unbürokratisch zu handeln“, erläuterte Renate Mayer die Wahl der beiden unterstütz ten „regionalen Verteilstationen“, den „Kinderförderfonds südliche Kurpfalz“ und die Nothilfe Schwetzingen. Gerade mit der Spende von 5000 Euro an Letztere wolle man sich auch bei den Käufern bedanken, denn die Schwetzinger haben – wie auch die Wieslocher – den Verkauf wieder mit großer Anteilnahme begleitet.

12.000 Euro für Kinderförderfonds

Der mit 12.000 Euro größte Anteil des Erlöses kommt dem „Kinderförderfonds südliche Kurpfalz“ zugute. 2010 unterzeichneten die Oberbürgermeister der großen Kreisstädte Hockenheim, Schwetzingen, Wiesloch und Leimen sowie Vertreter von Diakonie und Caritas die gemeinsame Vereinbarung zu dieser Einrichtung. Nach einer Studie der OECD lebt fast jedes sechste Kind in Deutschland in relativer Armut, also mit weniger als 50 Prozent des Durchschnitt seinkommens. Im Rhein-Neckar-Kreis lebt fast jedes elfte Kind von den Hartz IV-Bezügen der Eltern. Dieser Umstand bedeutet für Kinder nicht nur die Verdrängung in eine soziale Außenseiterrolle, sondern auch schlechte Ernährung, ein höheres Gesundheitsrisiko, mangelhafte Kleidung, ungesunde Wohnbedingungen und von kulturellen Angeboten und Freizeitaktivitäten ausgeschlossen zu sein.
Mit den Mitt eln des Fonds sollen Kinder und Jugendliche individuelle Förderung in den Bereichen Sport, Kultur und Schule erhalten. Die Spenden kommen unmittelbar den Kindern zugute. Caritas und Diakonie prüfen die Bedürftigkeit und klären, ob staatliche oder sonstige Leistungenzusätz lich oder vorrangig in Anspruch genommen werden können und bieten, wo erforderlich und gewünscht, ergänzende Beratung und Hilfe an.
Im vergangenen Jahr konnte man sich auf ein Spendenaufkommen von 14.500 Euro berufen, 18.300 Euro an Fördergeldern gab man aus, darunter Zuschüsse zu Kleidung, Hort- und Kindergartengebühren und zur Freizeitgestaltung. 500 Euro beträgt dabei die Obergrenze pro Jahr und Familie. Da die Verwaltungskosten von den Kirchen getragen werden, entstehen keinerlei Kosten, d.h. das gesamte Spendenaufk ommen kommt ungeschmälert da an, wo es benötigt wird.

Vorbildliche Transparenz

„In Transparenz und Monitoring vorbildlich“, lobt Prof. Dr. Michael Hauth vom Rotary Club. Renate Mayer, selbst Rektorin an der Carl-Theodor-Schule, wies auf die Wichtigkeit hin, das Projektin den Köpfen zu verankern: „Kindergärten und Lehrer sind die wichtigsten Partner, die informiert sein müssen“, denn sie erkennen eventuellen Bedarf am ehesten.
Das bestätigte auch Bärbel Morsch von der Diakonie, und berichtete von durchgeführten Fortbildungen zur Sensibilisierung von Lehrkräften und Kindergärtnerinnen, die den Kontakt zu den verantwortlichen Stellen herstellen können. „Die Leute sollen nicht das Gefühl haben, sie müssen für Almosen anstehen“, so Morsch, sondern sie können jederzeit die Beratungsstellen von Diakonie und Caritas aufsuchen.

Anlaufstelle Generationenbüro

In Schwetzingen ist die Kontaktaufnahme unkompliziert und niederschwellig: „Das Generationenbüro ist die Stelle, an der die Fäden zusammenlaufen“, wies Oberbürgermeister Dr. René Pöltl auf das Angebot der Stadt hin. Auch er konnte sich über 5000 Euro für die Notgemeinschaft aus dem Erlös der Rotary-Aktion freuen. Dieser Nothilfefonds wurde bereits 1957 eingerichtet, um bedürftigen Bürgerinnen und Bürgern unkompliziert in Notsituationen helfen zu können.

Großes Spendenaufkommen

Insgesamt 45.000 Euro an Spendengeldern erwartet der Rotary Club Schwetzingen-Kurpfalz für das laufende rotarische Jahr, im vergangenen waren es sogar rund 50.000 Euro, erläuterte Alfred Linner abschließend und stellte heraus, dass man auch immer auf der Suche nach Projekten sei, bei denen es nicht nur um finanzielle Hilfe geht, sondern bei denen tatkräftig mit angepackt werden muss. Denn, und da waren sich alle einig und so brachte es Präsidentin Renate Mayer auf den Punkt: „Es gibt noch viel zu tun, also packen wir‘s gemeinsam an.“



GRUPPENHAUS ZU EMPFEHLEN -
NOCH FREIE PLÄTZE IM AUGUST / SEPTEMBER 2012

Viele Freizeitaktivitäten wie Wanderungen, Nordic-Walking oder Radtouren machen in der Gruppe am meisten Spaß.

Seit vielen Jahren finden die jährlichen Kinderkurerholungen des Caritasverbands für den Rhein-Neckar-Kreis in Natz-Schabs statt.

Natz liegt auf einem schönen Hochplateau in Südtirol im deutschsprachigen Teil von Italien. Zwischen Apfelbäumen und intakter Natur haben Sie die Gelegenheit erholsame und abwechslungsreiche Tage zu verbringen.

Das hübsche Dorf Schabs mit ca. 770 Einwohnern ist ein geeigneter Ausgangspunkt für zahlreiche Unternehmungen im Apfelhochplateau.

Als Übernachtungsmöglichkeit für Ihre Gruppe ist die Pension Fürstenhof bestens geeignet. Eine familiär geführte Pension mit einem traumhaften Blick und moderaten Konditionen.

Wir wurden viele Jahren von der Familie Überbacher mit unseren Kinder- und Jugendgruppen herzlich aufgenommen und hervorragend betreut und empfehlen dieses Haus gerne weiter.

Weitere Informationen erhalten Sie:

Fürstenhof
Ferdinand Überbacher
Natz Nr. 71 - I-39040 Natz/Schabs - Südtirol
Tel. 0039 0472 415151
Fax 0039 0472 410266
E-Mail: fuerstenhof.natz@dnet.it
www.fuerstenhof.com

www.natz-schabs.info/de



Kinder stellen sich auf den Wochenmarkt
St. Nikolaus: Bastel- und Kochaktionen für den Kinderförderfonds südliche Kurpfalz



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Pflege im Alltag – Presseartikel der Schwetzinger Zeitung über das Caritas Altenzentrum Sancta Maria in Plankstadt



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Wiesloch: Vereinbarung zu Kinderförderfonds

* Videoquelle: mit freundlicher Genehmigung von lokalmatador.de



Caritas und Diakonie finden mit den Oberbürgermeistern der Region weitere engagierte Unterstützer gegen Kinderarmut

Kinderförderfonds"Das geht nicht, tut mir leid." ist der Satz, den Tim am wenigsten mag und am häufigsten hören muss. Tims Vater und seine Mutter sagen ihn viel zu oft, sogar wenn es um die Schule geht. "Letzte Woche konnten sie nicht mal 20 Euro für den Klassenausflug bezahlen", erzählt Tim und schaut traurig zu seinem Vater. Der zuckt mit den Achseln und bleibt ratlos im Nebenzimmer zurück.

"Gehen sie mal mit zwei Kindern am Sonntag ins Kino - Bahnfahrt, Eintritt und ein Eis – da kommen für die ganze Familie ganz schnell 40 Euro zusammen. Das können wir uns nicht leisten", bedauert Tims Vater seinen Sohn. "Viele Dinge fallen für Tim flach, müssen flach fallen", schiebt er dann noch nach und schaut auf seinen Sohn, der nun seinerseits im Nebenzimmer etwas ratlos sitzt. Tim hätte gerne ab dem nächsten Schuljahr im Fußballverein mitgespielt. Aber die Kosten für die Fußballschuhe, ein Trikot und den Vereinsbeitrag sind im Familienbudget nicht mehr drin.

An diesen Beispielen wird klar, dass Kinderarmut gesellschaftlich ausgrenzt. Kinder aus armen Familien haben nicht die Möglichkeit kindgerechte Angebote in der Schule oder in ihrer Freizeit wahrzunehmen und bleiben somit wahrscheinlicher in ihrem Milieu unterfordert zurück. Obwohl der deutsche Staat so viel Geld für Kinder ausgibt wie kaum ein anderes Land, sind trotzdem fehlende Chancengerechtigkeit und Kinderarmut häufiger verbreitet als in den meisten anderen Industriestaaten. Das ergab eine neue Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), welche Anfang September 2009 vorgestellt wurde.

Vor dem Hintergrund der alarmierenden Zahlen des Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung sowie einer UNICEF-Studie, die insbesondere eine deutliche Zunahme von Kinderarmut feststellten und den Erfahrungen aus der täglichen Beratungsarbeit von Caritas und Diakonie in der Sozialberatung in Schwetzingen und Wiesloch, gründeten die kirchlichen Verbände im Herbst/Winter 2009 den Kinderförderfonds südliche Kurpfalz.

Da diese Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft ein wichtiges Anliegen ist, haben sich der katholische Dekan Wolfgang Gaber und die evangelische Dekanin Annemarie Steinebrunner sogleich für die Schirmherrschaft bereit erklärt.

Kinderförderfonds

Diesem Vorbild folgten geschlossen am Montag, den 19. März 2010 die Oberbürgermeister der großen Kreisstädte Hockenheim, Schwetzingen, Wiesloch und Leimen. Bei einem kleinen Festakt konnte die Initiatoren Bärbel Morsch von der Diakonie und Peter Kohm vom Caritasverband zusammen mit den Oberbürgermeistern Dr. René Pöltl (Schwetzingen), Dieter Gummer (Hockenheim), Franz Schaidhammer (Wiesloch) und Wolfgang Ernst (Leimen) die gemeinsame Vereinbarung zum Kinderförderfonds südliche Kurpfalz im Rathaus in Wiesloch unterschreiben.

Kinderförderfonds

Mit den Mitteln des Fonds sollen Kinder und Jugendliche aus der Region eine individuelle oder projektorientierte Förderung in den Bereichen Sport, Kultur und Schule erhalten. Die Spenden kommen unmittelbar den Kindern zugute. Caritas und Diakonie prüfen die Bedürftigkeit und klären, ob staatliche oder sonstige Leistungen zusätzlich oder vorrangig in Anspruch genommen werden können. Caritas und Diakonie bietet wo es erforderlich und gewünscht ist, ergänzende Beratung und Hilfe an.

Der Kinderförderfonds südliche Kurpfalz - eingebettet in die Sozial-, Schuldner- und Migrationsberatung, die Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung sowie in verschiedene Projekte für Kinder und Jugendliche, die von Caritas und Diakonie angeboten werden, kann in diesem Rahmen sinnvolle Hilfe leisten und auch dazu beitragen, das Thema Kinderarmut immer wieder öffentlich zu machen.

Spendenkonto

Diakonisches Werk – Kinderförderfonds Südliche Kurpfalz
Sparkasse Heidelberg
Kontonummer 914 09 05
Bankleitzahl 672 500 20



Rosen für Haiti

Die Spende der SMV der Theodor-Heuss-Realschule in Hockenheim

Die SMV der Theodor-Heuss-Realschule in Hockenheim spendete 300 Euro an Caritas International. Die Schüler konnten bei ihren Klassensprechern Rosen bestellen, die sie am Valentinstag an ihre Freunde an der Theodor-Heuss-Realschule schicken konnten. Einen persönlichen Gruß konnten sie dazu legen. Die SMV verkaufte insgesamt 200 rote Rosen und erzielte dabei eine Einnahme über 300 Euro. Herr Kohm vom Caritasverband für den Rhein-Neckar-Kreis nahm in der SMV Sitzung am 30.03.2010 den Check über 300 Euro mit großer Freude entgegen. Die SMV erhofft sich dadurch den Opfern von Haiti ein bisschen helfen zu können.



„Kinder für Kinder – Freie Wähler Nachwuchs übergibt Spendenscheck an den Kinderförderfonds südliche Kurpfalz“

Stolz hoben die „Kleinen“ der Freien Wähler Schwetzingen bei der Spendenübergabe an den Kinderförderfonds südliche Kurpfalz „ihren“ großen Scheck in die Kamera.
Über die finanzielle Unterstützung der Freien Wähler freuten sich Frau Bärbel Morsch, Geschäftsführerin Diakonisches Werk Rhein-Neckar-Kreis und Herr Peter Kohm, Mitglied der Geschäftsführung des Caritasverbandes Rhein-Neckar-Kreis. Obwohl der deutsche Staat so viel Geld für Kinder ausgibt wie kaum ein anderes Land, sind trotzdem fehlende Chancengerechtigkeit und Kinderarmut häufiger verbreitet als in den meisten anderen Industriestaaten. Die Vorsitzenden der Freien Wähler Schwetzingen Michael Barth-Rabbel und Götz Langer trafen sich zusammen mit Pressesprecherin Raquel Rempp und dem Nachwuchs zur Spendenübergabe mit den zwei Verantwortlichen des Kinderförderfonds. „Die Gründung des Kinderförderfonds ist eine tolle Sache, die wir unbedingt unterstützen und fördern möchten. Wir bedanken uns nochmals bei allen Besuchern unseres Schlachtfestes und allen anderen Spendern, die uns mit ihrem Beitrag diese Spende ermöglicht haben.“ betonen sie.

„Nicht jedes Kind kann sich den Besuch der Musikschule leisten oder an manchmal eintägigen Klassenfahrten teilnehmen“ so Bärbel Morsch „Hier möchten wir helfend eingreifen. Durch den Kinderförderfonds wird uns dies zum Glück ermöglicht. Wir sind dankbar, dass wir Kindern individuell helfen können, an verschiedenen kulturellen, sportlichen oder schulischen Aktivitäten teilzunehmen. Heute bedanken wir uns ganz herzlich bei der Freien Wähler Vereinigung Schwetzingen für das Engagement und das großzügige Geldgeschenk“ ergänzt Peter Kohm. „Es freut uns sehr, dass sich auch politische Vereinigungen für unsere Sache interessieren und sie mit unterstützen, denn Kinder sind unsere Zukunft und Kinderarmut grenzt dieser Zukunft aus. rare

Spendenscheck an den Kinderförderfonds südliche Kurpfalz



Rotary Schwetzingen-Kurpfalz setzen sich für arme Kinder
in der Region ein

KinderförderfondsMit dem bereits traditionellen Verkauf von selbstgestalteten Adventskalendern konnte der Rotaryclub Schwetzingen-Kurpfalz abermals eine gute soziale Idee unterstützen. Der Verkaufserlös von 12.600 € kam diesmal dem Kinderförderfonds südliche Kurpfalz, einer Initiative von Caritasverband und Diakonischem Werk zu gute. Gerald Moll, der Präsident des Rotaryclubs, war mit dem Ergebnis in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten hoch zufrieden. Es war seiner Ansicht nach gerade die Verbindung der guten und etablierten Idee des Rotary-Adventskalender mit dem neuen Projekt des Kinderförderfonds südliche Kurpfalz. Hierbei halfen die kirchlichen Schirmherren des Kinderfonds, Dekanin Annemarie Steinebrunner und Dekan Wolfgang Gaber gerne mit. Der Rotaryclub Schwetzingen Kurpfalz unterstützt neben internationalen Projekten, wie die Bemühung weltweit die Krankheit Kinderlähmung auszurotten, vor allem auch regionale Sozialprojekte.

So war es den Initiatoren des Kinderförderfonds südliche Kurpfalz, Peter Kohm von der Caritas und Bärbel Morsch von der Diakonie ein ausdrückliches Anliegen bei der Spendenübergabe auch allen Spendern, engagierten Verkäufern und Käufern des Adventskalenders zu danken. Viele Käufer haben sogar gleich mehrere Kalender erworben und diese in der Familie und Freundeskreis verschenkt. Auch den vielen Firmen galt ein besonderes Dankeschön, die durch das Verschenken der Kalender an Belegschaft, Kunden und Geschäftsfreunden die Sozialkompetenz ihres Unternehmens unterstrichen haben.

Ziele des Kinderfonds: Mit den Mitteln des Fonds sollen Kinder und Jugendliche aus der Region eine individuelle oder projektorientierte Förderung in den Bereichen Sport, Kultur und Schule erhalten.
Das bedeutet, dass Eltern, Lehrer, Erzieherinnen sich mit einem ganz konkreten Anliegen, (z.B. die Teilnahme an einem kostenpflichtigen Kursangebot oder die Sportausrüstung und der Jahresbeitrag für das Fußballtraining) an den Fonds wenden können. Der Fonds ist an die Beratungsstellen von Caritas und Diakonie in Wiesloch und Schwetzingen angegliedert. Die Mitarbeiter prüfen die Bedürftigkeit und klären, ob staatliche oder sonstige Leistungen zusätzlich oder vorrangig in Anspruch genommen werden können. Ein Ziel ist es, die Kosten z.B. für Vereine oder die Musikschule direkt zu übernehmen und somit die Eltern zu entlasten. Auch bietet Caritas und Diakonie wo es erforderlich und gewünscht ist, ergänzende Beratung und Hilfe an.

Die Spende des Rotaryclubs Schwetzingen-Kurpfalz kommt damit unmittelbar Kinder und Jugendlichen in der Region um Schwetzingen, Hockenheim, Wiesloch und Leimen zugute.

Gerald Moll hob am Ende dieser Aktion noch einmal hervor:“ Wir wissen, dass es nicht leicht ist, in der heutigen schwierigen Wirtschaftszeit für soziale Zwecke zu spenden und haben uns umso mehr über die große Spendenbereitschaft und umfangreiche Unterstützung gefreut.“

Spende des Rotaryclubs Schwetzingen-Kurpfalz

Peter Kohm, Bärbel Morsch, Gerald Moll, Annemarie Steinebrunner, Wolfgang Gaber



Einweihung am 15.01.2010 der Caritas-Werkstatt für psychisch erkrankte Menschen in Weinheim, Eisleberstrasse 11

Arbeit und Bildung haben in unserer Gesellschaft eine existenzielle Bedeutung. Das Leben eines Menschen ist weitgehend darauf ausgerichtet eine Tätigkeit auszuüben, die seinen Fähigkeiten und Neigungen entspricht. Arbeit bietet dem Menschen Struktur, fördert die Kommunikation und bietet dem Menschen Anerkennung, Sicherheit und das Gefühl der Zugehörigkeit.

Psychische Erkrankungen können dazu führen, dass die Arbeitsfähigkeit stark eingeschränkt wird. Störungen des Antriebes, der Konzentration und der Ausdauer stehen hier im Vordergrund. Der Verlust des Arbeitsplatzes, Abbruch des Studiums oder Ausbildung können die Folge sein. Neben der medizinischen Behandlung der Erkrankung bieten berufliche Rehabilitationmaßnahmen die Möglichkeit wieder am Arbeitsleben teilzunehmen. Die Werkstatt für psychisch behinderte Menschen hat hier eine zentrale Funktion.

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Der Auftrag und die Strukturen der Werkstatt für psychisch behinderte Menschen sind im Sozialgesetzbuch und in der Werkstättenverordnung festgelegt. Demnach ist die Werkstatt eine Einrichtung zur Teilhabe psychisch behinderter Menschen am Arbeitsleben. Sie hat denjenigen psychisch behinderten Menschen, die wegen der Art oder Schwere der Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können eine angemessene berufliche Bildung und Beschäftigung anzubieten und zu ermöglichen, ihre Leistungs-- und Erwerbsfähigkeit zu erhalten, zu entwickeln oder wiederzugewinnen . Nicht zuletzt hat die Weiterentwicklung der Persönlichkeit einen hohen Stellenwert.

Die Werkstatt har die Aufgabe psychisch behinderten Menschen einen Dauerarbeitsplatz zu bieten und gleichzeitig den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu fördern. Hierzu bieten wir Praktika und Außenarbeitsplätze in Firmen, Behörden und Verbänden an.

Zur Förderung unserer Rehabilitanden bieten wir den Eingangsbereich, den Berufsbildungsbereich und den Produktions/Dienstleistungsbereich an.

Im Eingangsbereich erhält der Rehabilitand eine erste Einweisung in die Struktur und den Tagesablauf der Werkstatt.

Zu den Aufgaben des Eingangsbereichs gehören:
Die Klärung der persönlichen Fähigkeiten, Interessen und Wünsche des Rehabilitanden.
Die Vermittlung von Rechten und Pflichten in der Werkstatt und die Feststellung ob die Werkstatt die geeignete Einrichtung für die Person ist.
Die Erstellung eines individuellen Eingliederungsplans gemeinsam mit dem Rehabilitanden.

Im Berufsbildungsbereich werden die Ausdauer, das Arbeitstempo, die Arbeitsqualität und die Belastungsfähigkeit gefördert. Im ersten Jahr werden Grundarbeitsfähigkeiten wie Ausdauer, Pünktlichkeit und selbständiges Arbeiten vermittelt und eingeübt. In verschiedenen Arbeitsbereichen wie z.B. Wäscherei, Trainingsbüro, Wäscherei und Dienstleistungen werden Fachwissen und Fertigkeiten vermittelt. Im zweiten Jahr stehen begleitete Praktika auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt im Mittelpunkt.

Im Produktions/Dienstleistungsbereich werden Dauerarbeitsplätze angeboten. Mit dem Werkstattvertrag wird ein arbeitnehmerähnlicher Status für die Mitarbeiter geschaffen. Die Mitarbeiter wählen einen Werkstattrat, der ihre Interessen gegenüber der Werkstattleitung vertritt. Aus dem Arbeitsergebnis werden 70 Prozent als Lohn an die Mitarbeiter ausgezahlt. Um die Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu Erhöhen werden arbeitsbegleitende Maßnahmen durchgeführt. Durch ein Entgegenkommen des Athletikclubs Weinheim können unsere Mitarbeiter im Rahmen der arbeitsbegleitenden Maßnahmen zweimal wöchentlich das Fitnessstudio des Clubs nutzen.

In unserer Wäscherei werden für knapp hundert Bewohner des Pflegeheimes Sancta Maria in Planstadt die Oberbekleidung und Leibwäsche gewaschen. Aufgrund der guten Erfahrungen könnte diese Dienstleistung auch auf andere Pflegeheime ausgeweitet werden. Für die Firma sizzpack werden Kissen genäht, die auch zu Werbezwecken eingesetzt werden. Postversand und Arbeiten im Garten und Holzbereich sind weitere Arbeitsfelder. Da die meisten Rehabilitanden die ersten zwei Jahr den Berufsbildungsbereich durchlaufen befindet sich unser Produktions/Dienstleistungsbereich noch im Aufbau. Aufträge zu akquirieren erweist sich in der derzeitigen wirtschaftlichen Lage als schwierig und wir freuen uns über jede Unterstützung.

Der Bau der Werkstatt wurde geplant und geleitet von der Planungswerkstatt, Wörth am Rhein, Herrn Architekt Roland Schneider. Die Kosten für den Bau und die Ausstattung beliefen sich auf Netto ca. 2 Millionen Euro. Zuschüsse und Darlehen für den Bau und die Ausstattung der Werkstatt kamen vom Landeswohlfahrtsverband Baden (jetzt Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg), dem Bundesministerium für Arbeit und soziale Sicherung und der Bundesagentur für Arbeit in Höhe von insgesamt 1.206.979,- €. Die Stiftung Deutsche Behindertenhilfe-Aktion Mensch e.V. bewilligte einen Zinszuschuss in Höhe von 50.936,- € zur Mitfinanzierung eines Bankdarlehens in Höhe von 198.872,- €. Als Starthilfe für den Aufbau der Werkstatt gewährt die Stiftung Deutsches Hilfswerk (ARD-Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“) einen Personalkostenzuschuss von bis zu 100.000,- € für den Zeitraum von 2 Jahren.



Kinderförderfonds südliche Kurpfalz - ein neues Projekt von Diakonie und Caritas

„Es ist meistens Moritz, der genau bei einem Schulausflug oder beim letzten Landschulaufenthalt krank ist und dann nicht mitkommt.“ Solche oder ähnliche Erfahrungen machen viele Lehrer. Ab einer gewissen Häufung wird aber klar, Kevin ist nicht krank, seine allein erziehende Mutter hat einfach kein Geld, damit Kevin an den Aktivitäten der Schule teilnehmen kann. Maria, ebenfalls ein Kind aus einer „Hartz-IV-Familie“ würde gerne im städtischen Judoclub trainieren. Die Kosten für die Sportbekleidung und den Vereinsbeitrag können sich aber ihre Eltern nicht leisten, auch wenn das der größte Wunsch ihrer größten Tochter wäre. Aber die zwei anderen Geschwister müssen auch noch irgendwie versorgt werden.

An diesen Beispielen wird klar, dass Kinderarmut gesellschaftlich ausgrenzt. Kinder aus armen Familien haben nicht die Möglichkeit kindgerechte Angebote in der Schule oder in ihrer Freizeit wahrzunehmen und bleiben somit wahrscheinlicher in ihrem Milieu unterfordert zurück.

Obwohl der deutsche Staat so viel Geld für Kinder ausgibt wie kaum ein anderes Land, sind trotzdem fehlende Chancengerechtigkeit und Kinderarmut häufiger verbreitet als in den meisten anderen Industriestaaten. Das ergab eine neue Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), welche Anfang September 2009 vorgestellt wurde.

Deutschland gibt demnach 10 bis 20 Prozent mehr Geld für Bildung, Kinderbetreuung und direkte Zahlungen an die Familien aus als die OECD-Länder im Durchschnitt. Dennoch lebt fast jedes sechste Kind in Deutschland in Armut. Im OECD-Durchschnitt ist es nur jedes achte Kind. In Dänemark, dem Land mit der geringsten Kinderarmut in der OECD, ist es nur jedes 37. Kind. Ähnliche Ergebnisse bieten die Studien der UNICEF und der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung.

Vor dem Hintergrund der alarmierenden Zahlen und den Erfahrungen aus der täglichen Beratungsarbeit von Caritas und Diakonie in der Sozialberatung in Schwetzingen und Wiesloch gründen die kirchlichen Verbände den „Kinderförderfonds südliche Kurpfalz“.

Um Kindern und Jugendlichen Unterstützungen anbieten zu können, entstand die Idee zur Gründung des Kinderförderfonds südliche Kurpfalz. Es geht hierbei nicht darum, den betroffenen Familien einfach mit Geld unter die Arme zu greifen, auch wenn das ebenfalls häufig notwendig wäre. Der Kinderförderfonds südliche Kurpfalz will direkt die Teilnahme von Kindern und Jugendlichen an schulischen, sportlichen oder kulturellen Maßnahmen, Kursen und Veranstaltungen unterstützen. Das Spendengeld soll somit direkt der Teilhabe der Kinder und Jugendlichen zugute kommen und ihnen z.B. Kurse, ein Landschulaufenthalt, die Sportausstattung für ein gewünschtes Hobby oder auch die notwendigen Schulmaterialien ermöglichen.
Da diese Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft ein wichtiges Anliegen ist, haben sich der katholische Dekan Wolfgang Gaber und die evangelische Dekanin Annemarie Steinebrunner sogleich für die Schirmherrschaft bereit erklärt. Auch die Oberbürgermeister der Region zwischen Schwetzingen und Wiesloch haben ihre Bereitschaft signalisiert und unterstützen die Initiative von Caritas und Diakonie.

Der Caritasverband für den Rhein-Neckar-Kreis e.V. und das Diakonische Werk im Rhein-Neckar-Kreis haben mit der Kooperation für einen Kinderhilfefonds seit ca. zwei Jahren Erfahrung in Weinheim und seit ca. vier Jahren Erfahrung in Sinsheim. Diese konstruktive und wichtige Zusammenarbeit motivierte die Verantwortlichen auch für die Region zwischen Schwetzingen, Hockenheim, Leimen und Wiesloch und die finanzielle Unterstützung wird ergänzt durch ein umfangreiches Beratungs- und Hilfsangebot von Caritas und Diakonie vor Ort in Schwetzingen und Wiesloch.
So sind sich die Initiatoren Bärbel Morsch von der Diakonie und Peter Kohm vom Caritasverband einig, dass das Projekt auch in der südlichen Kurpfalz die Solidarität von Bürgerinnen und Bürgern sowie den Firmen und Kommunen finden wird. Kinder sind die Zukunft und Kinderarmut grenzt aus dieser Zukunft aus. Erster und wichtiger Unterstützer des Kinderförderfonds südliche Kurpfalz ist der Rotary Club Schwetzingen-Kurpfalz. Durch den diesjährigen Adventskalenderverkauf unterstützt der Rotary Club, mit seinem Präsidenten Gerald Moll, den Kinderförderfonds südliche Kurpfalz direkt und unmittelbar.

Diakonie und Caritas sind dankbar für weitere Unterstützungen.
Spendenkonto: Diakonisches Werk, Konto-Nummer 914 09 05,
bei der Sparkasse Heidelberg, BLZ 672 500 20



Bildunterschrift:
Dekan Wolfgang Gaber und Dekanin Annemarie Steinebrunner lassen sich von Bärbel Morsch von der Diakonie und von Peter Kohm vom Caritasverband die Idee des Kinderförderfonds südliche Kurpfalz erklären.



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