Auf Wiedersehen!

Gerne hätte ich mich im persönlichen Gespräch bei einem Gläschen Sekt von Ihnen allen verabschiedet und verschiedene Begegnungen, Kooperationen und gemeinsame Erlebnisse auf diese Weise nochmals beleuchtet und gewürdigt. Doch in Corona-Zeiten ist einfach alles anders. Vieles rutscht in diesen Tagen in die digitale Welt und so nutze auch ich diesen Weg, um ein paar Gedanken mit Ihnen zu teilen.

Eigentlich würde ich jetzt in Ihre Gesichter schauen und vor meinem inneren Auge würden die oben erwähnten Begegnungen, Kooperationen und vielfältigen Situationen auftauchen. Zumindest das innere Auge funktioniert – Gott sei Dank – auch beim Schreiben am PC.

Zehn Jahre, von 2010 bis 2020, war der Caritasverband für den Rhein-Neckar-Kreis e.V. mit seinen Einrichtungen und Beratungsdiensten das Zentrum meines beruflichen Handelns. Auf der Schwelle, dem Übergang zu meiner neuen beruflichen Tätigkeit, halte ich inne und es tut gut, zurück zu schauen.

Heute wende ich den Blick zurück auf einen Pfad im kirchlichen und sozial-politischen Feld, der Schritt für Schritt in diesen zehn Jahren entstanden ist.

Der spanische Dichter Antonio Machado, dessen Gedichte ich in meiner Schulzeit in Madrid auswendig lernen durfte, sagt:

Wanderer, der Weg sind Deine Spuren und sonst nichts.
Wanderer, es gibt keinen Weg, der Weg entsteht im Gehen.
Im Gehen entsteht der Weg, und wendet man den Blick zurück,
sieht man den Pfad, den man nie wieder betreten wird.

Heute wende ich den Blick zurück auf meinen Pfad und sehe dort Sie alle. Mit manchen von Ihnen haben sich Wege nur kurz, mit anderen wiederholt gekreuzt. Mit vielen von Ihnen gab es lange gemeinsame Wege. Es war eine Wanderschaft, die mich sehr bereichert hat und auf die ich gerne zurückschaue.

Heute wende ich den Blick auf meinen Pfad und danke Ihnen allen von Herzen für das sehr vielfältige Mit-Sein, die wertvollen Anregungen, die kompetente Unterstützung, die konstruktiven Auseinandersetzungen und das gemeinsame Tun.

Abschiednehmen heißt Innehalten an der Schwelle zu einem neuen Raum, aus dem bereits der Zauber des Anfangs lockt. Auf diesen neuen Raum als Vorständin im Caritasverband Karlsruhe freue ich mich.

Ich wünsche Ihnen alles Gute auf Ihren Pfaden im kirchlichen und sozial-politischen Wirken im Rhein-Neckar-Kreis!

Herzliche Grüße,

Ps: Hier finden Sie die Meldung zu meinem Ausscheiden aus dem Caritasverband für den Rhein-Neckar-Kreis e.V.

Ich freue mich über einen Gruß im Gästebuch.